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Montag, 20. Februar 2023

Ich muss zum Zug!

 

Es ist Rosenmontag und SnowWhite hat es plötzlich eilig: "Ich muss zum Zug!" Ein Schneemann oder Schneehase ist doch in diesen Wintern nur noch eine Witzfigur, die nur im Karneval noch schnell unter die Narrenkappe schlüpfen kann. Deshalb will er schnell noch in den Karnevalszug bis er ab Aschermittwoch in diesem Klimawandel nur noch aus der Zeit gefallen ist.

Plötzlich zuckt der Schneehase zusammen, als Dante ihn antippt. "Es gibt in Norddeutschland keinen Rosenmontagsumzug." Die machen das alle am Samstag oder Sonntag. In der Innenstadt verloren wie in Hannover, klein wie in Osnabrück oder unendlich dröge wie in Braunschweig – da stellen sich die Narren hier nicht der Konkurrenz in Köln, Mainz oder Düsseldorf. Sie greifen lieber an den Vortagen die gnadenlos Feierwilligen ab. Oder dürfen vielleicht auch nicht an den hohen Tagen auf die Piste, wenn Witzigkeit immer wieder an seine Grenzen kommt. SnowWhite ist einfach ein bis zwei Tage zu spät.

"Es gibt hier keinen Zug am Rosenmontag? Ich muss in den Süden? Wie soll ich das jetzt noch rechtzeitig schaffen? Etwa mit der Deutschen Bahn?" Die Panik ist dem Schneehasen ins Gesicht geschrieben. "Gibt es denn wenigstens noch ein 9 Euro-Ticket?" Das kostet inzwischen 49 Euro und kommt frühestens erst im Mai. "Menno, selbst da hat die Bahn Verspätung!"

Die Eisbären sollten vielleicht zu Grünbären werden. Wie lange die Evolution wohl dafür braucht? Bis dahin wundern sie sich über Schneeglöckchen im Efeu. Wenn das Grünzeug hier der einzige Schnee ist, sind sie wohl nur noch kostümierte Fremdkörper in der Jahreszeit.

Im Klimawandel aus der Zeit gefallen. Das gilt dann ja wohl auch für Katz und Häsin, die sich als weiße Bärin und Schneefrau eigentlich nur winterlich passend kleiden wollten. Wenn dieses Jahr der Winter mal ausfällt und niemand Schneekanonen im Flachland installieren will.

"Dann lass uns schnell reingehen. Den einzigen Zug hier draußen bekommt SnowWhite, wenn nasskalte Windböen durch die Blätter fegen…

Drinnen schaltet der Schneehase schnell die Glotze ein. Der Zug in Kölle läuft schon und sie haben die ersten Wagen schon verpasst. Aktuell geht es um "kulturelle Aneignung"! Dabei ist doch überhaupt kein Indianer oder Rastafari zu sehen. Oder meinen sie alle Narrenmasken? Weil heute alle jemand anders sein wollen? Aber wären lauter graue Normalos und blasse Durchschnittchen überhaupt lustig?

"Stimmung!" SnowWhite lässt Konfetti regnen. Das Eisbärenkind hat da lieber schnell den Süßkram eingesackt, bevor der auch noch weggeworfen wird.

Auch Lulu und Plümm hat es nach drinnen gezogen, wenn hier der große Bahnhof mit den Zügen ist. Das nächste Mal werden beide wohl eine Sommerverkleidung suchen. Das Ganzkörperdoppelfell ist doch etwas warm.

SnowWhite wechselt eifrig zwischen den Programmen, um die maximale Dosis Rosenmontag zu bekommen. Wenn er schon nicht mittendrin sein kann, kennt er nun schon drei Züge mit allen Motten.

Die beiden Eisbären kommen sich plötzlich so nackig vor. Alle haben eine Art Verkleidung. So setzen sie sich schnell ein Larve auf. Ein Eisbär kann eigentlich alles tragen.

"Stimmung!" SnowWhite lässt noch einmal Konfetti regnen… und Dante wundert sich, dass bunter Dreck im Fell und Boden ihn fröhlicher stimmen soll. Vielleicht liegt das Geheimnis in Promille, Sprit und Druckbetanken. Aber vielleicht gibt es ja auch hier eine "Energiewende"…


Idee: SchneiderHein      Fotos und Text: W.Hein

Es will nicht gelingen! Schneller zu werden und rechtzeitig zu posten... Auch wenn hier natürlich die Livebilder vom Rosenmontag gebraucht werden... und alle anderen Ideen von der Wirklichkeit überholt werden.

Dienstag, 16. Februar 2021

Rosenmontag 2021 #1: Mit Abstand der beste Zug

So fängt es an

Pretty ist wieder da. Sie muss sich mit ihren beiden Freundinnen Valentina und Buttercup (nicht mehr im Bild) auf Abstand stellen, damit die Aerosole nicht so hüpfen können. Die Mausemädchen haben doch die großen Taschen mitgebracht. Wenn weniger zusehen können, bleibt vielleicht doch mehr pro Maske…

Der Rosenmontagszug 2021 beginnt. Das diesjährige Motto ist wieder so aktuell, das dafür auch der Reim ein wenig hängen darf: „Corona, du kannst nach Hause gehen, Dich will hier keiner sehen!"

Der Roboter darf den Zug eröffnen. An Abstandsregeln muss sich eine künstliche Intelligenz nicht halten. Das bisschen Feinstaub ist inzwischen auch egal. Außerdem ist dieser Diesel ein sehr Mild Hybrid. Die Garagenauffahrt schafft er schon vollelektrisch und hilft damit nachhaltig, die Klimaziele schneller zu erreichen.

Die Polizei behält alles genau im Auge. Spaß ohne Grenzen? Nicht mit dem Auge des Gesetzes. Das Corona-Absperrband liegt schon bereit, um sofort den Abstand erhöhen zu können.

Die Drachen bringen einen Gruß aus China. Und ein paar bunte Bälle, die sie in die Menge werfen. Die kommen natürlich direkt aus chinesischer Produktion und wurden dort schnell noch nur für diesen Umzug produziert, bevor sich alle ins chinesische Neujahr verabschiedet haben. Offiziell ist China ja coronafrei.

Im Hintergrund werden schnell noch Straßengeschäfte gemacht. Normales Klopapier läuft nicht mehr - aber dies ist die Urlaubsedition.

Der nächste Wagen ist den Narren doch ein wenig unheimlich - mit gutem Grund...

Es ist das Mutantenstadl. Die meisten Viren fuhren schon 2020 mit, doch diesmal haben sie ihre fiesen Verwandtschaft aus Brasilien, Südafrika und Großbritannien mitgebracht.

Die Zuschauer zucken ein wenig zusammen, als sie sich noch einmal die chinesischen Bälle ansehen. Sehen die nicht auch wie Viren aus? Sind die Drachen verkappte Superspreader?

Victoria braucht heute etwas Zeit. Sie hat kistenweise Desinfektionsmittel mitgebracht. „Das ist doch Kinderarbeit!“ mault Jack, der mit Alice die Glasflakons verteilen soll. Natürlich ganz schnell, damit die Kontakte nicht auch noch nachverfolgt werden müssen.

Jack hat sogar noch mehr zu tun. Albert lässt ihn noch Maskengutscheine verteilen. Währenddessen überlegt Albert, wie der Rhabarberwein an der Maske vorbei kommen kann.

Die Roboter streamen den ganzen Zug aus verschiedenen Perspektiven mit unbestechlichen Kameraaugen. Damit nicht nur die wenigen locker gestaffelten Zuschauer den Zug verfolgen können.

Die Jungs verfolgen alles aus sicherer Entfernung. Nur die Netzabdeckung ist genauso löcherig wie die Info von der Corona-App. Gerade sind sie nach dem Lockdown wieder im Neustart.


Idee: SchneiderHein      Fotos: W.Hein

Dies sind die ersten Bilder vom Rosenmontagszug 2021, die so schon auf Instagram erschienen sind. Damit es für alle Blog-Fans jetzt schneller geht, sind die Fotos und Texte im ersten Schritt fast unverändert. Noch ist geplant, hier -  in den drei Etappen des Umzuges - einige Bilder nach zu pflegen, die beim ersten Schnelldurchlauf unter den Tisch gefallen sind.

Rosenmontag 2021 #2: Zusammenstehen – natürlich auf Abstand

 So fängt es an

Das ist der 1. Teil des Umzugs

Alles sagen, was ja angeblich nicht geht. Nichts hören – außer dem Gras. Anders sehen oder mehr sehen als die anderen. Was ist nur aus den drei Affen geworden? Hier kommt die Aluhutfraktion.

Hella, die hallische Putzsau, hat auch in diesem Jahr einen Sauger mitgebracht. Statt dem Feinstaub geht es diesmal den Aerosolen an den Kragen.

Tröpfchen für Tröpfchen werden die Aerosole platt gemacht. Wenn nicht immer diese chinesischen Puschelbälle den Sauger verstopfen würden.

Die Knopfreiter haben in diesem Jahr nur ihre Reittiere geschickt. In anderen Umzügen müssen die Reiter aus Sicherheitsgründen ohne Pferd kommen – hier ist es umgekehrt. Die Knopftiere brauchen keine Masken.

Die Erdmänner mussten nicht viel ändern. Eigentlich kann man sich in Deutschland auf die offizielle Planung verlassen. Ihr Wagen feiert die "Impfbaustellen für die Ewigkeit".

Die nächste Laufgruppe kommt im Maskenball. Sie tragen nicht ihr Home-Office-Outfit. Es ist die Traditionsgruppe „die Schlafmützen“ und sie kommen gerade nicht recht voran. Bei der kleinsten Neigung der Straße rollt die Formation auseinander.

Keine Zeit zu verschnaufen, der nächste Mottowagen drängelt schon...

Seit fast einem Jahr geht die Kunst baden. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob sie überhaupt das Seepferdchen hat. Obwohl – wenn man der kleinen weißen Maus am Flügel zuhört – nicht jede Kunst wird vermisst.

Giulio macht mit seinem Eiscafé "Il Pinguino" im Moment kein großes Geschäft. Deshalb hat er auch hier Zeit Klopapier zu verteilen. Es ist zwar nicht mehr der Wertstoff wie letztes Jahr, aber niemand würde es wagen, daraus Wurfpapierschlangen wie bei den Kreuzfahrten zu machen.

Der Straßenverkauf wäre froh, wenn die unliebsame Konkurrenz endlich weiter radeln würde.

Heimlich mogeln sich zwei einarmige Banditen am Zug vorbei. Sie haben ihren Einsatz verpasst. Eigentlich sollten sie hinter den Impfbaustellen kommen. Die Erdmänner wollten damit Impftermine verlosen. In der Hoffnung, dass die Impfbank immer gewinnt.


Idee: SchneiderHein     Fotos: W.Hein


Rosenmontag 2021 #3: Kamelle – kurz und kontaktlos

So fängt es an

Das ist Teil 2 des Zuges

Die Narren atmen auf: Endlich gibt es etwas abzugreifen. Hier werden Kamelle verteilt. Aber nur abgepackt, frisch desinfiziert und nur mit geprüftem Sicherheitskonzept.

Jetzt warten die kleinen Hungerleider - naürlich auf Abstand - bis sie vorgelassen werden. Der einzige Vorteil sind mehrere Outlets. Sonst könnte der Zug hier einfach Pause machen, bis die Sonne untergeht.

Die Haarmonster vermissen den Friseur. Wenn der Rest geschlossen ist – ist doch egal – wenn man dort nur mit einer Skimaske überm Kopf auftauchen kann.

Doch auch andere leiden Not...

Sie müssen dringend in die Sonne, mit Impfpass als Freiflugschein. Dafür verteilen sie Flaschen mit Sonnenöl. Hoffentlich kommt die Impfung nicht zu spät für den Sommerurlaub. Sie hätten die einarmigen Banditen nicht vorbeilassen sollen.

In lockerer Formation folgt dem Wagen die Laufgruppe „Hüftgold e.V.“. Sie würden auch gern im Sommer in den Süden. Dann hoffentlich wieder Arm in Arm.

Bevor der Zug zu seinem Höhepunkt kommt, wird schnell noch Süßes verteilt. Der Karnevalsprinz hatte im letzten Jahr gesehen, wie sich die „Beutelratten“ schon gelangweilt abwendeten, als er durchfuhr. So hat er schnell seine Prinzengarde als Süßigkeitenspender eingeteilt.

Die Garde verteilt ihre Gaben mit langen Stecken. Das geht schneller als die offizielle Übergabestelle mit Security. Dafür werden sie am Abend sicherlich lahme Arme haben.

Den Abschluss des Zuges macht immer der Prinzenwagen. Rattikus der 1.5 ist in seiner erweiterten Amtszeit und grüßt wieder huldvoll mit seinem Gefolge die wartenden Narren. Die sind in diesem Jahr nur locker hingetüpfelt. Das wird sein Nachfolger hoffentlich beim nächsten Umzug in 2022 wieder anders sehen.

Dafür hat Rattikus in diesem Jahr einen ganz besonderen Gast an seiner Seite: das Corona-Virus COVID 19 - natürlich aber unter Sicherheitsglas!

„Es ist vorbei. Euer Gnaden.“ Der Kammerherr hatte dem Moschnarchen für die Betrachtung des Zuges eine Glassuite besorgt. Leonidas ohne Land nickt zufrieden. In diesem Jahr hat er nichts verpasst. Das war doch kümmerlich und nicht so prächtig wie der Zug im Jahr zuvor. Für seine Kandidatur als gekröntes Haupt des Zuges hätte er da schon ein paar Ideen.

Die Ausputzer kommen. In diesem Jahr liegt viel weniger herum. Das ist auch problemlos in Kurzarbeit zu schaffen.

„Und wo waren die Bienen?“ Die Blumenelfen sind muffig. Kaum ist Pandemie, fallen die Insekten hinten über, bis sie wirklich auf dem Rücken liegen. Das werden sie im nächsten Jahr ändern. Ob sie dafür echte Bienenstöcke in den Zug schmuggeln sollten? Wer weiß..


Idee: SchneiderHein     Fotos: W.Hein


Montag, 15. Februar 2021