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Montag, 9. Januar 2017

Ganz kurz zu spät!



"Miau! Alle Plätze sind besetzt." Die Katze macht sich auf dem Stuhl noch mal so richtig breit, damit die kleinen Bären sofort sehen, dass hier wirklich kein Platz ist.

Die beiden Navis kennen das schon. Als kleine Bären haben sie bei Milchkaffee und Kuchen immer den eigenen Tisch: den Katzentisch. Doch jetzt sitzen drei fröhlich lärmende Miezen auf den Stühlen und johlen: "Heute Katzentisch!"

Die Kleine zuckt nur mit den Schultern: Die Katzen waren einfach früher da und sie haben ja recht! Es ist ihr Möbel.

Das ist jetzt voll blöd! Die beiden Kurzen haben keinen Platz mehr. Und ohne eigenen Stuhl gibt es keine Honigmilch und Honigkuchen. Warum heißt ihr Tisch auch nach fremden Viechern? Sie wollen einen Kurztisch oder ein Petzenmöbel oder ein Naviplätzchen. "Ich habe Hunger!" "Ich auch und ein knuspriges 'Plätzchen' macht es nicht besser."

Idee: S.Schneider    Fotos: W.Hein


Das ist eine Zwischenmahlzeit, die eigentlich noch in den großen Rahmen soll. Aber das kann ja noch passieren. Bis dahin: Katzen und kurze Bären von Deb Canham und die Kleine, die hier ganz groß ist, ist ein Rica-Bärin

Zwei andere Katzen haben da ganz andere Probleme. Sie dürfen längst an die großen Tische. Doch was wird hier aufgetischt? Hier ist offensichtlich Herr Schmalhans Küchenmeister. Doch davon später mehr.


Montag, 2. November 2015

Süße Heimsuchungen


Was ist schon dieser Schlickerkram gegen die Freuden der eigenen Nase? Snoot dreht noch eine Runde in der eigenen Nase. Er ist doch noch ins Haus gekommen, um zu sehen, was die kleinen Schrecker nach ihrer Sammeltour mit der ganzen süßen Beute anfangen wollen. Es ist so viel zusammen gekommen, nachdem Anna ihre geheimen Vorratskammern geöffnet hat. Der Popelunhold könnte sogar einen Anteil bekommen, doch das reizt ihn nicht sonderlich. Lieber steckt er den langen Finger ins nächste Nasenloch und fängt an nach neuen selbst-gemachten Leckereien zu bohren.

Für so'n Popelkram können sich die kleinen Schrecker nicht begeistern. Lieber mausen sie ein paar schwarze Lakritzkatzen und bunte Gummibären, die jemand in Eile offensichtlich verloren hat. Diesen verlorenen Gummis geben sie gern ein warmes Plätzchen mitten im eigenen Mausebauch.


Mimosa wundert sich, dass einige Kürbisse bewohnt sind. Andere sind beim Stengelsäubern im Stich gelassen worden. Bevor sie angestochen, ausgehöhlt und von innen beleuchtet werden können. Bei all den Schlickermäusen hat wohl niemand Lust auf eine herzhafte Kürbissuppe. Wohin also mit dem ganzen Aushub? Da muss der Innenausbau wohl warten müssen, bis zum nächsten Hallo-Wien. Wenn sich so lange der Kürbis hält. 

Ein Kürbis der besonderen Art hat sich in die Dekoration gemischt. Eine Schnoile hat sich in ein knalliges Orange getarnt. Vielleicht fällt ein unvorsichtiger, leckerer Mausebraten ab.

Nein, Snoot legt keinen Wert auf das Weingummi zu seinen Füßen. Das dürfen die kleinen Mäuse gern einsammeln. So ein Gummibär ist doch ganz schön zäh im Vergleich zu seinen Popeln. Die zergehen auf der Zunge. Das sollten die Nager mal probieren. Leider müssen sie dafür selber eigene Popel machen. Seine reichen gerade für ihn selber.

Maylin und Plümm haben lieber süße Schaummäuse eingesammelt. Die kleinen Mause-Schrecker hatten erst Angst, mit dem Schaumzucker verwechselt zu werden. Schließlich sind sie auch süß. Und manchmal scheinen einige Kürbisse gefährlich zu schmatzen. Aber die beiden haben ihre Tüte doppelt gefilzt. Da sind keine falschen Mäuse drin.



Gerome muss mit der Schubkarre ganz schön viele Schlangenlinien fahren um an den anderen Sammelfahrzeugen und den schlickernden Wegelagerern vorbei zu kommen. Er hat als australische Wildkaninchen-Plage des Grauens viele Gartenbesitzer ordentlich erschrecken können. Reiche Beute ist der Lohn, die er mit niemanden teilen muss. Wenn er denn endlich ein abgeschiedenes Plätzchen findet.

Die Katze lässt das Mausen nicht. Da kann der Knochenmümmler noch so betteln. Lulu möchte nicht tauschen, wenn sie nicht vorher in die Tüte schauen darf. Vielleicht ist alles nur kalte Luft. Sie hat ja nicht zusehen können, ob das kleine Hasengerippe überhaupt etwas gesammelt hat. Die Katze hat in der Schaumzuckermäusen aufgelauert.

Diese Mäuse sind froh, nicht aus Zucker zu sein. Altklug und Naseweis haben dafür gruseliggrün im Dunkeln geleuchtet. Davon sieht man – bei Licht besehen – nicht mehr viel. Und vor lauter Geisterleuchten haben beide Mäuse das Einsammeln vergessen. Sie müssen mal den kleinen Popler fragen, alle andere scheinen auf ihren Schätzen zu sitzen.

Nein, Gerome möchte nicht tauschen. Da kann Alisa noch so verführerisch mit dem Fruchtburger vor seiner Nase wedeln. Wenn er so etwas haben wollte, hätte er es draußen selber eingesammelt. Von diesen Gartenbesitzern hätte er als Plage doch alles bekommen können.

Aber Alisa mag diese Fruchtburger doch selber nicht. Sie hat sie doch nur mitgenommen, um sie später gegen leckere Beute eintauschen zu können. Aber nun will keiner tauschen. Höchstens gegen eine Packung staubtrockener Bio-Müsli-Kekse – ohne Schokoglasur. Da kann sie sich gleich den Rachen mit Reißnägeln ausputzen. Sie wollte die anderen schrecken und nicht umgekehrt. Gleich geht sie Anna suchen, die sicher noch geheimere Geheimverstecke hat.

Die lila-laune Hexe Marie ist richtig stolz auf Raff Raff, die eine Hängetasche mit gesammelten Süßigkeiten schon seit Stunden trägt. Doch es wäre auch schön, wenn das Langhalstier die Hexe auch mal an die Vorräte lassen würde. Doch jedes Mal, wenn Marie sich der Tasche nähern will, springt Raff Raff schnell ein paar Schritte beiseite.

Nelleke und die kleine weiße Maus staunen nicht schlecht. Sie haben eine verlassene Tasche randvoll mit Süßigkeiten gefunden. Und auch wenn sie die leckere Versuchung auch lange im Augenwinkel beobachten – niemand scheint sich dafür zu interessieren. Darf bär oder maus gefundenen Süßkram einfach behalten, wenn er so einsam ist?

Jetzt wird es verflucht schwierig, ein ehrlicher Beutegreifer zu bleiben. Die kleine weiße Maus ist doch auch nur neugierig: "Wir sollten nachsehen, was alles im Beutel ist. Nur damit wir als gute Finder später dem Besitzer oder der Besitzerin bestätigen können, das alles da ist." Und nach einer kurzen Pause: "Gibt es Finderlohn nicht schon im Voraus?"


Fotos: W.Hein

Die große Schar der Beutegreifer kommt von Deb Canham, den Rica-Bären, Hampton Bears, Stepi Bears, Tonni Bears und Bell Bears Design. Dazu kommt noch eine Frotteeraffe von Chic und Anmut und der große Huhuvogel von Hansa Toys.


Sonntag, 1. November 2015

Die Beutegreifer



Die kleinen Schrecker sollten längst wieder nach Hause kommen. Sind sie inzwischen zu schwer bepackt? Finden sie kein Ende, weil immer noch eine hell erleuchtete Haustür lockt? Oder liegen sie jammernd im Rinnstein, weil sie den ganzen Schlickerkram unterwegs schon verputzt haben? Anna packt das gelbe Warnlicht auf die Straße und hofft bald die ersten Heimkehrer dieser Halloween-Sammelei wieder zu sehen.

Endlich tauchen die ersten Süßkramsammler wieder auf. Sie haben offensichtlich reiche Beute gemacht. Gerome ächzt unter der Last seiner Schubkarre voller Leckereien, die er sich an den Haustüren ergruselt hat. Sein Plan ist voll aufgegangen. Das sind hier alles Gartenbesitzer, die man mit so einem australischen Blumenkiller-Kaninchen wirklich schrecken kann. Wenn so ein gefrässiges Langohr durch den Garten pflügen würde … da gibt man lieber reichlich Süßes für die Hasenzähne.

Die beiden Katzen an seiner Seite schnurren zufrieden. Sie haben nicht wahllos in die Schüsseln gegriffen, wenn die anderen 'Süßes oder Saures' gerufen haben. 'Miezen mausen' ist ihr Motto und so haben sie sich die ganze Nacht an Mausespeck und Schaummäuse gehalten.

Der Klappermümmelmann hat die ganze Zeit einen kleinen Vampir am knöchernden Hacken. Überall, wo der kleine Skeletthase seine Tüte aufgehalten hat, hat das Spitzzähnchen gegrinst und wollte seinen Anteil an Weingummifledermäusen und Schoko-Liebesknochen. Das hat genervt! Die Tüte ist gut gefüllt und dem Schiebepinguin tun inzwischen die Flossen weh vom Asphaltpatschen. Aber nächstes Jahr nimmt das kleine Klappergestell einen größeren Beutel und dann will sie ohne hungrige Begleitung einsacken. Vielleicht sollte sie schon im Hellen beginnen, denn das soll lästigen Vampiren überhaupt nicht schmecken. 

Marie hat als Hexe noch schnell mit dem Besen die letzten Schokolinsen zusammengekehrt. RaffRaffs Beutel ist gut gefüllt und die kleine weiße Maus wacht darüber, dass keine Perlhimbeere aus Nellekes Tasche raus purzelt. So können die drei schnell nach Hause gehen, um ihre Beute zu sichten. Und die ersten Süßigkeiten wegzuschlickern. Und dann die zweiten. Und die dritten …

Naseweis überlegt, ob sich Mäuse zu diesem Hällowien überhaupt verkleiden müssen. Wenn die Hausfrauen die Tür öffnen, sehen manche aus, als ob sie gerade schlucken müssen … dann ruft die Maus nur 'Käsewürfel oder Würfelzucker' und schon ist die Sache geritzt. Seine Schwester denkt, dass die Kostüme ganz praktisch sind. Es sieht doch so viel freundlicher aus. Sonst würde die Tür sofort wieder ins Schloss fallen, bevor sie den süßen Ablass verhandeln könnten.

"Nur noch zwei Häuser. Da hinten ist noch Licht!" Naseweis deutet schnell auf den nächsten Eingang, als die große Rättin kommt, um die beiden Mäuse abzuholen.

"Nun komm schon!" Die Mauseschwester Altklug friert schon ein wenig im duftigen Flatterkleid als oranger Spitzenkürbis. Und das Halstusch aus Spinnenwebstrumpfhosen mit Gruselglitzer wärmt auch nicht mehr, seit die Sonne verschwunden ist und nachts schnell die Kälte die Straßen hochkriecht. Im nächsten Jahr will sie sehen, ob nicht auch Polarforscherinnen mit pelzbesetzten bunten Daunenjacken echte Schreckgestalten sein können. Wenn hier schon ein Schiebepinguin mitsammelt.

Der schwer bepackte Korb der lila Hexe ist mit den beiden Umhängetaschen inzwischen wohlbehalten bei Anna angekommen. Sie hätten ihr Haus auch ohne die orange Warnleuchte wiedergefunden. Und wenn es etwas länger gedauert hätte, hätten sie unterwegs eben noch etwas mehr Beute gemacht.

Es ist dieses Jahr eine gute Ernte gewesen. Am liebsten würden sie vor der großen Bärin schon hier ihre Schätze ausbreiten. Doch bevor die Perlfrüchte und Streuselkugeln durch den Dreck kullern, gehen die drei lieber rein. Anna soll bloß nicht so lange trödeln, denn sonst sind die ersten Beutestücke schon wieder verschwunden.

Der Fürst der Dunkelheit und ein Teufelchen kommen mit fast leeren Pfoten. Seine bissige Durchlaucht wollte nur Blutkonserven und schlanke Jungfrauenhälse haben und darauf sind die Nachbarn nicht wirklich vorbereitet. Und der Teufel hatte immer dazwischen gekräht: "Ich will aber etwas Scharfes!" Bis er ein Stück Schokolade mit rotem Chilli bekam. Dann wollte er schnell etwas 'Feuchtes' und danach höchstens noch Teufel, Monster und Vampire aus Lakritz oder Weingummi. Da war dann das Angebot auch sehr übersichtlich.

So gehen die beiden mit leichtem Gepäck und etwas knurrigen Magen nach Hause. Na hoffentlich hatte die Modergräfin hinter ihnen etwas mehr Glück und will es mit ihnen teilen. Sie hat ja auch einen Seebären dabei, der die großen Vorräte, die eine rote Dame mit Charme einsammeln kann, sicher im Seesack in den Heimathafen bugsiert. Der alte Zausel ist nur froh, dass er die Kinners wieder beisammen hat. Da hört er Alisa kaum zu, die die ganze Zeit überlegt, dass es viel mehr Süßkram geben könnte, wenn alle verkleidet wären. Der alte Seebär könne doch als Klabautermann gehen. Und in die Totenmannskiste müssen dann für ihn Schokotaler und Rumtrüffel gefüllt werden …

Die kleinsten Schrecker sammeln sich am Gespensterlicht. Sie haben eifrig gegruselt, geschreckt und kleine Furchten verbreitet. Aber es gibt nur Liebesperlen und andere Schlickerminis für die winzigen Unheimlichen, wenn sie nicht gleich übersehen werden. Und wenn sie überhaupt an die Klingel kommen.

Da müssen die kleinsten Schrecker von Anna nicht lange überredet werden, ihr in die warme Stube zu folgen. Die große Bärin hat zudem noch eigene Vorräte an Schlickerkram in Mause- und Koboldgröße, die nur auf hungrige Geister warten.

Zurück bleiben Snoot und die schwarze Kürbiskatze. Snoot findet die Funde in der eigenen Nase immer spannender als fremde Süßigkeiten. Die Kürbiskatze ist zwar kein Popelesser – aber im Moment sind zu viele hungrige Mäuse im Haus. Besser wenn die sich träge alle die Bäuche vollgeschlagen haben.


Fotos: W.Hein

Die kleinen Schrecker sind schnell im Haus verschwunden und haben überhaupt keine Zeit mehr für lange Vorstellereien. Die Beute wartet schon und die meisten Gruselsammler kann man auch hier kennenlernen. 


Mittwoch, 6. Mai 2015

Buntraffe im Versteck



Voran watschelt Ping-U-In über den nackten Beton. Kichernd folgt ihm die Ka-Lei-Neh im Kimono.

Sie umrunden beide in weiten Bögen das üppige Grün der pfirsichblättrigen Glockenblumen, die überall in den Fugen sprießen.

Das Sputnik hadert immer noch mit dem Zusatzgewicht eines blinden Passagiers, der darauf beharrt sehr gut gucken zu können. Ständig sitzt das Stacheltier in seiner Flugdose und stört die Flugkonzentration, bevor der Flieger zum Start rollen kann.

Nun haben fast gleichzeitig Ka-Lei-Neh entdeckt, die mit Ping-U-In ihre Runden dreht. "Das ist eine von siebeneinhalb oder nein achteinhalb Schwestern", versucht das Sputnik zu erklären. Er erkennt sie an dem Watschelvogel, aber sonst sehen sich die Schwestern nie ähnlich, weil sie immer anders angezogen sind. Die hier hat sich zum Beispiel in so einen bunt bedruckten Duschvorhang gewickelt.

Gerome sucht die Buntraffe. Als Langhals fühlt er sich verantwortlich, wenn ein Raffentier ausbüchst. Und jedes Mal wenn, eine Buntraffe den Verdacht hat, sie solle sich nützlich machen, entzieht sie sich durch die schnelle Flucht.

Die Buntraffe versteckt besonders ihren langen Hals, denn der könnte sie so schnell verraten. Sie macht sich ganz lang und gibt keinen Mucks von sich. Wer weiß, was sie jetzt wieder tun soll: Reittier, Bettvorleger, Schmusebacke, Spielbeute oder Wasauchimmerschlimmeres. Das kann gut ohne sie stattfinden.

So kann ein Gerome suchen so lange er will. Die Buntraffe wird er nicht freiwillig entdecken. Da ist es gut, dass er heute so eine Reisschale auf dem Kopf trägt. So bekommt er wenigstens keinen Sonnenstich bei der langen Suche. Obwohl die Mittagssonne auch ganz schön auf der Schnauzenspitze piekst und zwickt.

Die weiße Bärin im Ki-Mo-No überlegt einen kurzen Moment, ob sie diese Buntraffe mitsuchen soll. Der Schiebepinguin könnte voran stürmen und sich schon mal ins Blattdickicht umsehen, ob sich dort nicht doch ein farbiger Langhals versteckt.

Aber dann dreht sie doch lieber weiter ihre Runden auf der offenen Betonfläche. Denn wenn der kleine Schiebefreund sich in den grünen Schlingpflanzen verheddert und in der Rabatte hängen bleibt, dann ist er keine große Hilfe. Und dann können sie das Ganze auch lassen.

Gerome wirft immer noch den langen Hals schwungvoll zu allen Seiten. Obwohl er das Hoppy weit überragt, sieht er kein weiteres Giraffentier. Das muss sich so gut getarnt haben, als ob es eine Grünraffe wäre.

Das Hoppy hat ein bessere Idee: "Wir machen ein Picknick. Mit Tee und Reisgebäck …nein, besser mit süßer Limo und leckerem Klitschkuchen. Das ist dann so Leckerschmecker, dass sogar eine Buntraffe aus dem Versteck kommt." Gerome ist noch nicht überzeugt: "Und wenn es nicht funktioniert?" Hoppy reibt sich den Bauch. " Dann haben wir ein leckeres Picknick gehabt."

"Los, steig aus!" Das Sputnik ruckelt und rackelt an der Blechdose. "Raus da! Ich bin und bleibe Einzelflieger" Dieses stachelige Übergepäck bleibt einfach lästig. Und hat jede Menge Sitzfleisch.

Endlich ist der freche Dosenbesetzer draußen. "Zurücktreten! Damit dich der Propellerwind nicht erfasst. Zurücktreten, ich starte durch." Jetzt nur noch einen Moment verschnaufen und dann fliegt das Sputnik davon. Angestrengt sitzt das rote Fusseltier, sammelt seine Gedanken, denkt nur noch an das Fliegen, macht sich leicht, macht sich leichter … und gleich, gleich dreht sich der Kopfpropeller … Hnnnggghhh!

Doch, puh, träge zuckt der silberne Propeller – keine einzige Umdrehung will er mehr machen, so anstrengend war diese Igeltrennung. Der rote Zottelflieger muss sich erst einmal ausruhen. Doch wenn die Dose noch länger am Boden bleibt, kann der kleine Spitzhut auch wieder einsteigen. Dumm daneben stehen macht keinen Spaß, und der Igel muss sowieso dringend noch etwas klären.

Zwei sitzen in einer Blechdose und das Propellertier ist viel zu müde um sich noch zu wehren. Um sie herum läuft in weiten Kreisen die Ka-Lei-Neh mit ihrer Watschelvorhut. Da wird es Zeit, dass der Igel seinem roten Fusselpiloten endlich etwas erklärt: "Es gibt keine halben Schwestern. Also sind es neun Schwestern … oder eine, die sich immer umzieht." Der kleine Spitzhut hält inne: "Kann man seine eigene Schwester sein … ich glaube das wir schwierig."

Und die Buntraffe wartet weiter im Versteck – bis alle wieder weg sind.


Fotos: W.Hein

Die Buntraffe kommt aus Mahnkes Bärenhöhle in Hannover. Der Langhals Gerome hatte da als Hampton Bear einen viel längeren Weg aus Australien zu uns. Das Hoppy von der North American Bear Company hatte fast einen genauso langen Weg aus den USA. Der Schiebepinguin der Kleinen ist auch weit gereist, als von Deb Canham gestartet ist. Da liegt Detmold als Heimat der Rica-Bären eigentlich um die Ecke, wie die Kleine bestätigen kann. Mushroom von Anna Aleksieva hat dafür seine Heimat weit im Osten. Das Sputnik wäre von keuns and bears wahrscheinlich aus den Niederlanden zu uns geflogen, wenn es sich bloß hätte konzentrieren können. So ist das Sputnik auch über die Bärenhöhle bei uns gelandet.