Posts mit dem Label Helen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Helen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 12. Januar 2017

Kätzisch verstehen



Ein neues ist Katzenbuch im Haus: "liebe Wünsche für Katzenfreunde". Es ist ein Weihnachtsgeschenk von einer reizenden Nachbarin und hilft diesen 'Katzenfreunden' ihre Samtpfoten besser zu verstehen. Helen hat sich das Buch gegriffen und ist schon von zwei Miezen umringt, die auch wissen wollen, wie sie am Besten umgarnt werden. Der gestreifte Kater möchte zudem dringend erfahren, ob da auch etwas über das 'Mausen im Hause' drin steht.

Das wollen auch zwei Nager wissen. Sie sind ja strickt dagegen. Doch hier im Buch steht: "Fangen spielen, herumalbern oder ein nächtlicher Streifzug – ich wünsche dir Momente voller Spaß und Action." Na auf diese 'Action' können die beiden gern verzichten und ein 'Spaß' ist es für die Maus nur selten. Das sind ja schöne Aussichten. Auch wenn das Bild noch eine Spielzeugmaus zeigt.

Schon sind Bär und Katzen bei den 'kleinen Auszeiten, wenn das Leben mal zu haarig wird. Der Siamkater versteht das nicht. Natürlich ist sein Leben haarig. Er hat doch ein Fell. Und der getigerte Kater würde das gern noch mal mit der Maus sehen: Das ist keine echte?

Helen ist gerade eine große Katzenfreundin. Sie wollte das Buch in Ruhe lesen und nun hangeln immer irgendwelche Katzenpfoten über Bilder und Worte oder nesteln an ihrer Jacke. Ob sie nicht schon mal vorblättern könne oder doch ein paar Seiten zurückgehen? Da war doch diese Stelle … gibt es denn kein Register … oder hat die Bärin es vielleicht schon gelesen? Überhaupt, fängt man ein Buch nicht immer von hinten an zu blättern?

"Du hast da nichts übersprungen?" Der junge Heißsporn, kann es nicht fassen: Kein Wort über das Mausen von Hausbewohnern? "Und das soll Katzenfreunden helfen, uns zu verstehen?"

Die beiden Mäuse verkrümeln sich da lieber in die Weihnachtsdekoration, die das Haus im Moment so schön unübersichtlich macht. Hoffentlich dauert der Winter noch lang, denn die meisten Dinge können – wenn es nach ihnen geht – bleiben bis mit dem Frühling die Ostereier einziehen.


Idee: SchneiderHein      Fotos: W.Hein

Das Buch "Liebe Wünsche für Katzenfreunde" aus Groh-Verlag kommt von eine lieben Nachbarin, die uns auch schon mit Thomas Müller bekannt gemacht hat. Es bereitet kleine und feine Freuden, auch wenn hungrige Kater nicht immer die Gewissheiten bekommen, die sie gern hätten.


Mittwoch, 11. Mai 2016

Die Frühlingsfänger



"Da-pfäält-noch-eunö-Nadöl," nuschelt Maylin.

"Oder eine Klammer", drängelt sich Alisa nach vorn. Heute nehmen die beiden Petzelinen ihren Assistentinnenjob voll ernst.

Dafür hat Antonetta jetzt eine Rückenlinie wie ein Stegosaurus oder ein Feuerfisch. Dicht an dicht staken die Klemmen in die Luft. Denn in das 'Frühlingskleid', das die Rättin heute umbedingt tragen will, hätten auch zwei Kowagörlies gepasst. Es ist entweder für eine schwergewichtigte Brummelbär-Frühlingsbotin geschneidert worden oder für siamesische Elfenzwillinge. Die hätten aber sicher gern mehr Armlöcher oder einen Doppelkragen gehabt.

So oder so, wenn die eifrigen Helferlinen diese überbordenden Stoffmengen nicht ganz eng wegklammern würden, könnte die Rättin keinen Schritt machen – ohne über den eigenen Rocksaum zu stolpern.

Jetzt zuppelt Helen noch ein letztes Mal nach und schickt dann das Kalendergörl endlich in den Waldmeister. Sie muss beim sich-in-Pose werfen immer so ins Bild drehen, dass niemand die ganzen Klammern sieht. Denn einen Frühling mit viel Klammertechnik will sicher niemand sehen.

Conroy wird schon ungeduldig. Wenn die Mädchen ewig an dem Kowagörl herumnesteln, ist irgendwann das Licht weg. Überhaupt ist das wieder so ein Mädchenmotiv – mit Plüsch und Plü-Rosen. Oder eben mit Waldmeister. Dabei hätte der Junge lieber etwas mit Fallschirm oder wenigstens Moped gehabt.

Jetzt dreht sich die Rättin doch nur wieder juchzend im grünen Glanzkleid und jubelt dabei: "Hasch mich! Ja hasch mich! … ich bin doch der Frühling!"

"Das versuche ich doch," ruft der entnervte Fotograf. "Doch so viel ich auch haschen will, wenn du dabei so rumhampelst, hüpft du mir immer aus dem Bild."

"Dann musst du schneller sein!" Antonetta lässt sich heute nicht stoppen. Sie fühlt das Erwachen des Frühlings in jeder Faser ihres Körpers … das muss raus. Sie will frei sein und springen und sich drehen, laufen und sich drehen, wieder springen und … "So fang mich, fang mich ein!"

"Ich war noch nie so viel Jahreszeit wie heute," glücklich streift die Rättin sich über den Blütenschmuck … schon ein wenig außer Atem.

"Und ich habe noch nie so wenig Jahreszeit einfangen können," stöhnt Conroy, der diesem Frühlingserwachen machtlos zusehen muss.

"Los doch Conroy, das ist deine Chance," Antonetta reißt begeistert die Pfoten nach oben: "Ich halte auch still … nein doch nicht!" Schon tänzelt sie wieder davon: "Ich kann heute einfach nicht ruhig bleiben. Hach, zu viel Gefühl!"

"Ich hab noch nichts auf den Bildern." Conroy ist verzweifelt. "Nur ein paar Fetzen mit grünem Stoff, einen unscharfen Arm oder diesen stacheligen Metallkamm auf ihrem Rücken." Er zeigt Helen die ersten Bilder. "Dieser Frühling saust nur durch einige Wackelmotive."

"Wir müssen das ruhiger angehen." Maylin hat eine Idee: "Antonetta, wir sind im Mai, haben doch fast schon Sommer. Also bist du doch schon ein ziemlich alter Frühling. Einer der sich eher durchs Gebüsch schleppt und nicht so jung und wild umherspringt."

"Ich bin also reif und habe schon Klasse?" Antonetta versucht zu verstehen, was Maylin von ihr will: "Soll ich zum Blühen alle verführen? So ganz verdorben mit elegantem Armauflegen?" Die Petzeline legt den Kopf schief und blinzelt mit den Augen. Wie soll es Maylin der nur Rättin sagen? Affig? Total gekünstelt? Total bescheuert? "Es ist vielleicht noch etwas zu viel, meine Liebe. Das überfordert deine Fans."

"Hach, die werden mich verstehen," Antonetta nickt Conroy zu – er soll seine Kamera endlich klicken lassen. "Und wenn ich noch nicht verstanden werde, kann ich es nicht ändern … so bin ich halt." Sie legt noch mal viel Gefühl in die Pose. "Irgendwann wird meine Zeit kommen. So ein Kalender ist ja eigentlich etwas für künftige Generationen."

Künftige Generationen? Da kann Conroy nur den Kopf schütteln. Ein Kalender hält doch gerade mal ein Jahr. Und wer kennt schon noch das Motiv vom Vormonat? Das war doch dieses … äh … also … etwas mit Grün … oder was Buntes … oder … Eben! Niemand!

So wird das nichts. Sie müssen etwas Neues probieren, um diesen Frühling einzufangen. "Vielleicht mit Netzen?" schlägt Helen vor. "Netze?" stöhnt Conroy. "Ich habe jetzt schon lauter Klammern und Nadeln im Bild."

"Du musst da noch mal ran. Der Spätfrühling hüpft so, dass ich immer so eure Steckhilfen im Bild habe," winkt Conroy die Petzelinen heran. "Ich dachte, das machst Du später mit dem Komputer weg," Alisa weiß doch auch nicht, wie der Fotograf die sich ständig drehende Rättin bändigen soll oder wohin sie dann noch all die Klammern verstecken könnten.

Die Bärin steckt noch einmal etwas halbherzig die oberen Kleiderklemmen um. So viel besser wird es nicht, sonst verrutscht das Dekullertäh oder wie so ein schöner Ausschnitt heißt. "Wie wäre es denn mit einer Nebelmaschine? Dann könnte der Frühling dem Dunst entsteigen und niemand würde all die Klammern sehen?"

Endlich steht die Rättin so, dass bär nur ganz wenig Klammer sieht. Dafür glitzert der Stoff schön im Licht und auch der Kopfputz sieht diesmal eher blumig aus. Und nicht wie der mottige Federkranz von so einem alten Indianerhäuptling.

"So bleiben – und keine Faxen." Conroy macht sofort ein Foto. Und noch eins. Und zur Sicherheit … drückt er noch zweimal ab: "Das sieht doch gut aus!"

Da kann das Kowagörl noch so eifrg posieren und neckisch die Arme ans Ohr legen, für den Bären ist das Schuhtink erledigt. Er hat sein Bild im Kasten.

"Wir haben's", ruft Conroy. Da sollte jetzt das passende Hascherl dabei sein. Und beim nächsten Mal gibt's hoffentlich mehr Äkschn. Schon haben die drei Assistentinnen ruckzuck ihre Nadeln und Klammern wieder eingepackt, damit sie lachend zum Haus laufen können. Das Herumstehen im Waldmeister – die ganze lange Zeit – macht soo durstig. Vielleicht hat Anna ja eine Waldmeisterbrause für sie. Und dazu ein gritzegrünes Waldmeisterweingummi … oder Götterspeise, ne Wackelpudding, das ist doch dasselbe, mit Waldmeistergeschmack. Mmh! Lecker! Los schnell, die Letzte wird keine Waldmeisterin, sondern nur noch ein Waldlehrling. 


Idee: SchneiderHein    Kostüm: Build-a-Bear    Fotos: Conroy und W.Hein

Das ehrgeizige Kowagörl ist eine Rättin von Marjan Balke (Tonni-Bears). Das restliche Foto-Team mit den eifrigen Absteckerinnen sind Rica-Bären*innen. Und die beiden Füchse kommen von Teddyana (ein Schwesternteam zwischen Paris und St. Petersburg).


Zurück bleibt eine abgekämpfte Rättin im rutschenden Frühlingsflor. So ganz ohne Haltehilfen hängt zu viel Stoff um die schlanke Nagerin. Jetzt kann sie nur noch die Röcke raffen oder nackig gehen. Wenn sie noch etwas von der Waldmeisterbrause abbekommen will.


Sonntag, 3. April 2016

Tu was




"Tu ich doch!" stöhnt die Rättin "Ich hebe jetzt beide Arme hinter den Kopf!" Denn gerade hat Conroy hinter der Kamera gerufen: "Tu 'was!" Sie sind jetzt schon beim vierten Motiv für das Kalendergörl und der Fotograf wird langsam etwas ungeduldig.

Antonetta kann da nur die spitze Nase rümpfen: "Ich trage doch jedes Mal ein neues Kleid. Damit es nicht langweilig wird." Sie streicht noch schnell die Falten glatt. "Und bevor du knipst, knipse ich mein Strahlelächeln an."

Was will ihr Fotoknipser eigentlich? Sie macht hier die ganze Arbeit und er muss doch nur draufhalten! Doch Conroy findet es inzwischen langweilig, wenn er jeden Monat immer nur neue Klamotten ablichten soll: "Ich wette, da guckt dann niemand mehr. Höchstens ein paar Motten, die sehen wollen, ob dein Kleiderschrank auch lecker gefüllt ist. Wir sollten vielleicht noch verraten, ob es wohlschmeckende Baumwolle oder dröge Sintettiks sind." Er lässt die Kamera sinken: "Ich fotografiere erst weiter, wenn du etwas Äkschn machst!"
Das hat sich Antonetta mit Ruhm und Ehre ganz anders vorgestellt. Ihre Assistentinnen sind verschwunden, wenn ratte sie braucht und der Fotomax verschanzt sich hinter der Knipskiste. So muss sie hier die ganze Arbeit machen und einen Metalltopf ranschleppen.

"So, das ist jetzt aber 'Äkschn', ruft sie Conroy zu. "Ich steh' jetzt Aug' in Aug' mit dem eisernen Mäuserich. Also mach jetzt endlich Fffotto!"

"Das ist schon besser," nickt der kleine Hosenbär. Viel besser!" Doch: "Steh nicht so steif daneben, wirf dich mal an den Rostnager ran!"

"Meinst Du so?" Antonetta beugt sich vor, um gleich wieder zurückzuschrecken: "Ihh, der Eisenmausemann rostet ab. Ich bekomme Rostflecken!"
"Hab dich nicht so, die paar Roststellen sieht man auf dem Foto nicht." Er winkt Antonetta hastig zu: "Und wenn doch … werden die im Komputer wieder weggemacht."
"Ich will aber keine Rostflecken auf dem Kleid," murrt die schöne Rättin. "Die gehen bestimmt nie wieder raus." Das lässt Conroy nicht gelten: "In einem Jahr ist der Fummel Mottenfraß und für die ist der Rost dann nur noch Würze." Antonetta muss erst einmal Luft schnappen, bevor sie einschnappen kann. Das ist doch eine Unverschämtheit von einem Modebanausen! "Willst Du nun ein Foto haben oder nicht? Also wirf dich ran."

"So?" Antonetta will natürlich ein Foto. "Stärker! So richtig halt," drängelt der Fotograf. "Ich will die rostige Liebe in deinen Augen blitzen sehen."
Die Assistentinnen sind immer noch keine Hilfe. Die Rättin hat sie extra angestellt, damit sie ständig um sie herumschwirren sollten. Sie hätten auch viel zu tun: dem Kowagörl ins Kleid helfen, das Fell hübsch nesteln, kühle Getränke bringen, schöne Worte ins Ohr flöten und vor allen Dingen vor fiesen Fotografen schützen. Aber statt dessen lassen sie sich von der ersten dahergelaufenen Stegbekanntschaft ablenken. Die drei kleinen Bärinnen verquatschen sich mit Frau Fuchs.

Frau Fuchs ist beunruhigt: "Es ist hier inzwischen ganz schön eingefuchst." Bislang war die rote Schafpelzträgerin die einzige mit Fuchsschwanz im Garten. Aber in letzter Zeit sieht sie überall spitze Ohren und Nasen oder buschige Schweife. Und wenn das keine Gespenster sind, dann ist der Garten inzwischen total verfuchst.

"Wir werden aufpassen," verspricht Maylin. Das zu versprechen, fällt der Petzeline leicht. Denn kleine Bärinnen sind immer neugierig und neue Gartenbewohner klingen ja spannend.

Da sie von allen Assistentinnen verlassen ist, bleibt Antonetta nichts anderes übrig, als sich immer wieder an den rostigen Großnager zu pressen. Sie hat schon ganz braune Pfoten, bevor Conroy endlich zufrieden ist. Außerdem wandert die Sonne und die Metallmaus steht schon bald im Schatten.

"Und was machen wir im nächsten Monat?" fragt die erschöpfte Rostliebhaberin. Wenn das jetzt jeden Monat so metallaufreibend wird, schwant ihr nicht Gutes. Sie wollte doch nur einen Kalender mit schönen Bildern. Und nun will Conroy noch Abwechslung, als wenn eine schnieke Rättin nicht genug wäre. "Mal sehen," murmelt Conroy. "Wie wäre denn was mit Fallschirmen?"


Idee: SchneiderHein      Fotos: Conroy, W.Hein

Kurz diesmal die Vorstellung: Antonetta ist auch als Nager ein Tonni-Bear. Die kleinen Bären Alisa, Maylin, Helen und Conroy kommen als Rica-Bären aus Detmold. Frau Fuchs von Natasha Kataeva muss jetzt ganz ausgefuchst sein, wenn sie wissen will, was alles im Garten geschieht.


Montag, 18. Januar 2016

Kowagörlie



Na, gut … es ist wirklich Schnee. SnowWhite ist eher widerwillig Antonetta in den Garten gefolgt. Natürlich kennt ein Schneehase das kühlweiße Pappzeugs, das plötzlich wieder vom Himmel gefallen ist. Aber nur weil dem Langohr eine Möhre aus dem Gesicht schaut, muss es sich doch nicht jedes Mal in die Kälte stellen.

Der Laufsteg glitzert in der Sonne. Über allem liegt eine satte Schneedecke. Selbst die Löcher im Weg sind gnädig verdeckt. Die Rättin ist begeistert, Winter mit Schneebesatz ist doch wunderschön. Und wo sie gerade bei Laufsteg und wunderschön sind, kommt der Nagerin mit Hang zum Höheren eine Idee.

 Vorher will die kurzfellige Schneehäsin wieder ins Warme. Bevor ihre schmalen Pfoten zu Eisläufen werden. Und sie sich noch den Bauch verkühlt, weil der Schnee so hoch steht, und die Flocken ständig ihren Nabel kitzeln. "Schnoweit wart' doch – ich werde jetzt Kowagörlie!" Doch bevor Antonetta dem weißen Langohr erklären kann, was das ist, ist dieses schon wieder im Haus verschwunden.

 Auch Helen hat keine Zeit, die Kälte zieht schon die Pfoten herauf. Sie will weiter hasten – wieder ins Haus, nachdem hinten im Garten zwar alles weiß ist, sich aber keine Bärin für eine Schneeballschlacht hat blicken lassen. Helen weiß zwar nicht, was ein Kowagörlie sein soll. Aber das muss sie auch nicht. Denn den Bären passiert so etwas Görliges fast schon aus Versehen, dass sie dann in einen Kalender kommen. Eine Rättin muss dafür kämpfen.

Kämpfen! Das wird Antonetta, und heute fängt sie damit an: Sie macht dieses Jahr einen eigenen Nagerkalender "Die Rättin und ihre schönsten Kleider"! Dies wird gleich der Januar, wenn sie sich nur noch ein wenig mehr in Pose wirft. Nur blöd, dass dabei ihr Schwanz ständig im eisigen Schnee hängt. Vielleicht gibt es ja so etwas wie gehäkelte Schwanzlinge dafür. Denn ständig den nackten Langanhang hochnehmen oder ihn lässig über der Pfote zu tragen, ist doch ziemlich anstrengend.

Schon dreht und wendet sich die Rättin eifrig hin und her. Und sucht dabei ihre Schokoladenseite. Aber eigentlich sind doch alle ziemlich lecker.

 "Soll ich die Pfote heben?" Antonetta könnte auch die spitze Schnauze schräg darauf ablegen. "Oder soll ich beide Arme hinterm Kopf verschränken. Oder von unten rauf gucken. Und dabei mit dem Wimpern klimpern?" Sie kann noch ganz anders: "Ich kann mit dem Fotodings auch schäkern!"

"Das sieht nur komisch aus," Conroy ist von der ausgekühlten Helen nach draußen geschickt worden, weil die Rättin irgendetwas brauchte. Es ist der Fotoapparat und den hat der kleine Bär inzwischen geholt. "Kannst Du nicht mal normal sein?" Das geht nicht, denn das Kowagörlie will doch groß rauskommen. Ob's hilft, denn Conroy murmelt: "Ich mache doch nur Kleinbild!"

"ich brauche einen schicken Hintergrund." Antonetta tänzelt so glückselig über den Steg, dass sie fast den Halt verloren hätte. Schwankend glitscht sie weiter, bis sie sich wieder vor der Rose fängt. "Wie wäre es mit diesen Schneezweigen?" Sie streckt den Rücken durch, hebt die Schnauze, die Arme gehen langsam hoch …

 … bis sie an die Schneegrenze treffen. Und huppdiwupp fällt die weiße Last von den Zweigen, die erleichtert nach oben schwingen. Dafür hat die Rättin ein nasses Häubchen auf der langen Nase. Brrr, so hat sie sich den schicken Hintergrund nicht vorgestellt.

 "Kannst du jetzt noch mal die Schokoseite zeigen?" Conroy schiebt die Kamera vor und zurück, bis er den Schärfepunkt findet. "Wo du jetzt schon einen Zuckerguss hast."

"Pffüh!" Hoffentlich kommen bald die warmen Monate für ein Kalender-Kowagörlie. Dieser Januar entwickelt sich gerade ziemlich eisig.


Idee: SchneiderHein         Fotos: W.Hein

Ein plötzlicher Wintereinbruch scheuchte nicht nur den Fotografen auf den Steg, sondern auch einige Plüschgesellen im Winterpelz: Antonetta von den Tonni Bears, Helen und Conroy von den Rica-Bären und SnowWhite von Zhanna Zimokosova.