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Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten mit Thomas Müller



"Wir könnten auch erst das Papier wegräumen..." Anna hat es sich zwar schon auf der Spielkiste gemütlich gemacht, aber eigentlich ist ihr ringsum mit dem ganzen Fetzpapier noch viel zu viel Tohuwabohu. "Och nö! Wir haben uns gerade schon so schön hingebrummelt!" "Das stört doch keinen großen Geist." "Morgen kommt doch sicher die Putzsau." "Könnte jemand mal die Holzschlange wegnehmen. Örks, die würgt mich." Die kleinen Bären sind noch viel zu aufgeregt, um jetzt schon Schlafen gehen zu können. Deshalb wollen sie eine gute Nachtgeschichte hören, gern auch etwas mit Weihnachten. Da trifft es sich gut, dass Anna unter den Geschenken ein feines Buch "Weihnachten mit Thomas Müller" von Karen Duwe hervorgezogen hat. Daraus wird sie im Lichterglanz der Schmuckfichte noch eine Geschichte vorlesen. Oder zwei, wenn den reich beschenkten Rackern dann immer noch nicht die Augen zugefallen sind. Nur die weltbeste Dinoforschung hat keine Zeit. Sie muss die nächste große Ausgrabung im Garten vorbereiten.


Foto: W.Hein

Dass Anna das Buch hervorziehen kann, verdanken wir unsrer lieben Nachbarin schräg gegenüber, die auch wenig bärenverrückt ist. Sie hat unseren Bären (und uns) dieses wunderbare Buch mit Schmöker- und Vorlesegeschichten geschenkt, in dessen Mittelpunkt ein nordischer Bär mit dem Namen Thomas Müller steht.

Und da jetzt noch immer nicht klar ist, woher der alte Seebär die Fotos vom Nordpol hat, kommt hier nun endlich die Auflösung ...


Das große Fetzen



Und mit einem entschlossenen Ratsch ist der letzte bunte Papierschnipsel weg. Ein Buch ... nicht schlecht. Fitch hätte es schlechter treffen können. Es gibt Bilder und lesen lernen kann der Bär immer noch. Vielleicht sollte er noch ein weiteres Päckchen auffetzen, wenn er noch eins findet. Der Boden ist schon bedeckt mit ehemaligen Paketen, die sich für ihren Inhalt aufgegeben haben. Nur, dadurch können sich die letzten kleinen Geschenke vor dem Bären immer besser verstecken.

Das Hoppy und der Neffe haben aus zwei Päckchen mit bunten Streifenpapier jeweils eine Holzschlange gezogen, die sich um ihre Arme winden. Marit-Sofie hat dafür in einem unbeobachteten Moment den Baum geplündert. Die Miezekatze tanzt inzwischen nach ihrer Pfeife, denn ihre Pfote steckt im Katzenpo.

Maylin tänzelt die ersten Schritte vor dem Spiegel für kleine Balletnager. Aus ihrem Paket hat sie ein duftiges Rosenblätterkostüm gezogen und hat sich den Kelchhut schon mal keck übers Ohr geschoben. Am liebsten würde sie sich in eine hüpfende Rosenelfe verwandeln. Ob die anderen etwas dagegen hätten, wenn sie sich laute Plinkermusik wünschen würde?

Für sich und Raff Raff hat sich Marie ein großes rotes Paket gesichert. Das passt bestens zu ihrem Fusselkleid und dem Frotteefell ihrer Giraffe. Das Kuscheltier ist schon ganz aufgeregt und fegt mit dem Schweif ein paar unwichtige Kleinpäckchen beiseite.

Nelleke zuppelt das Papier von den Gaben und die kleine weiße Maus muss den Inhalt dann mit den Wunschzetteln vergleichen. Ein Springseil mit Karottengriffen sucht der flinke Nager schon länger. Aber bis jetzt hat sich zum Glück noch keine Tiefkühlpizza mit Edelsalamiauflage oder Instantkartoffelpüree unter die Geschenke gemischt. Im letzten Jahr hat der alte Seebär schon merkwürdige Mitbringsel vom Pol gebracht. Da muss wohl den Weihnachtswichteln eine Einkaufsliste dazwischen gerutscht sein.

Das Navi hat den Allwetterschal gleich umgelegt, um festzustellen, dass es doch eher ein Bibberkaltschal ist. In seinem dicken Felloverall als Pummelren ist er ja schon eine wandelnde Sauna. Aber mit dem Schal schwitzt der kleine Bär sogar noch viel schneller. Hoffentlich darf er bald mit zum Nordpol fliegen, dafür ist sein Gehäuse gemacht: Ein Weihnachtsnavi muss ja auch in arktischer Kälte fehlerfrei pfungsonieren. Marit-Sofie hat nicht nur die Katze fest im Griff. Sie hat ihre neue Bärentasche gleich genutzt, um auch eine Maus  einzusacken.

Oho, die Holzschlange windet sich ganz schön von einem Arm zum anderen. Wenn der Neffe jetzt nicht aufpasst, gleitet sie zu Boden und verschwindet zwischen bunten Papierfetzen, Glitzerpapierschnipseln und hingeworfenen Bändern und Schleifen. Dann wird es fast unmöglich sein, dass flinke Klapperreptil wieder zu finden.

Endlich die richtige Ausrüstung für die weltbeste Dinoforschung. Mit dieser formidablen Expeditionstasche kann Linus künftig den Garten durchpflügen. Jetzt ist kein Saurierknochen vor ihm sicher. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der erste Linosaurus in den Museen der Welt bewundert werden kann.


Fotos: W.Hein

Es sind hier noch nicht einmal alle Beschenkten im Bild, so viele Bären, Schlappohren und Nager haben sich inzwischen in Haus und Garten eingefunden. Von den hier beim Fetzen ertappten sind: Marie, Nelleke, Larissa, Marit-Sofie, Maylin und Linus Rica Bären. Delwyn und Fitch sind Hampton Bears. Hoppys und Muffys kommen immer von der North American Bear Company. Der kleine Neffe ist ein Amadori Bär und das Navi kommt von den Bären aus dem Flecker Wald. Und wie immer gilt: Die kleine weiße Maus kennt Deb Canham persönlich.

Bis hier besinnliche Ruhe einkehrt, wird es wohl noch etwas dauern ...


Zu viele Wichtel zum Fest



"Was macht ihr denn hier?" Anna kann es gar nicht fassen, dass plötzlich drei Wichtel und ein wandelnder Ilexstrauch vor ihr stehen.

 "Och, wir warten auf die Geschenke und da war uns langweilig," beginnt Finn. "Und da haben wir die Wichtelkostüme gefunden," fällt Fitch ihm ins Wort. "Die waren ganz schön tief in der Kleiderkiste verbuddelt," schubst sich ein Hoppy dazwischen. "Das sind doch Weihnachtswichtel ..." versucht Finn immer noch zu erklären, aber Fitch fährt einfach fort: "... und da dachten wir, wir gehen so zur Bescherung." "Das wird lustig!" giggelt Muffy: "Dann weiß niemand, ob ihr noch Geschenke basteln wollt oder schon welche einsackt."

"Nichts da! Wer Geschenke will, bleibt kein Wichtel!" Anna schickt die Kleinen wieder in die Kleiderkammer, damit sie 'normale Geschenke-haben-wollen-Sachen' anziehen. "Alle wieder raus aus den bunten Klamotten." Menno, ist Anna heute wieder streng. Aber auf die Gaben zum Fest will keiner der kleinen Petze und Hasen verzichten.

Puh! Das war knapp. Dabei hatte Anna die Wichtelkostüme doch extra so tief verbuddelt, damit sie keine kleine Pelznase hier im Haus findet. Jetzt wird es aber auch Zeit den Geschenkeschrank noch einmal zu überprüfen. Hier sammelt Anna schon heimlich seit Monaten die Weihnachtsgeschenke für die neugierigen Petze und Schlappohren und langsam platzt das Staumöbel aus allen Nähten. Sie muss jetzt noch sehen, wie sie die ganzen Päckchen zusätzlich unter den Weihnachtsbaum bekommt, wenn der alte Seebär mit seinem Raketenschlitten zurückkehrt. Denn natürlich passen nicht alle Wünsche der kleinen Hausbewohner in den beengten Laderaum der Rakete.

"Was machst du da?" Anna lässt vor Schreck das Päckchen fallen. Sollte ihr großer Plan noch so kurz vor dem Finale auffliegen? Müssen diese quirligen Naseweise denn überall ihre vorwitzigen Schnauzen reinstecken?

Marit-Sofie und ein Hoppy halten es vor Aufregung nicht aus. Es dauert ja noch so lange bis es Geschenke gibt. So tigern sie durch Haus, ob der Vollmatrose Ruprecht nicht schon eine Eillieferung vorbei gebracht hat, bevor der große Schwung kommt. 

Hey, blitzt da nicht etwas Buntes mit fusseligen Geschnipsel dran, was Anna versucht hastig in den Schrank zu stopfen ... "Hier gibt es nichts zu sehen, ihr könnt weiterspielen." "Womit denn?" fragen die Kurzen. "Na ihr habt doch schon letztes Jahr zu Weihnachten tolle  Sachen bekommen," versucht Anna die blonde Bärin und das weiße Kaninchen abzulenken. "Die kennen wir doch schon," mault das Hoppy, "das ist sooo langweilig."

"Hier werdet ihr auch nichts Spannendes finden," versichert ihnen die Bärin mit fester Stimme: "Ihr könnt lieber noch einmal den Weihnachtsbaum bewundern." "Pöh, der leuchtet doch noch nicht mal." "Dann holt euch einen Zimtstern oder eine Mandelkeks." "Nöh, du sagst doch immer wir sollen vor dem Essen nicht so viel schlickern." "Habt ihr schon gesehen, ob nicht gerade der Raketenschlitten wiederkommt?" "Da kommen wir doch her." Die beiden versuchen noch schnell an Anna vorbei zu linsen, als beide Schranktüren endlich wieder mit einem festen Klacken schließen. "Ich glaube, ich höre schon das schwere Fauchen. Da hat jemand aber viel geladen." "Echt? Das sind bestimmt unsere Geschenke. Wenn die nicht schon direkt bei der Landung verteilt werden." Endlich ziehen die Kleinen ab, damit sie dem Vollmatrosen Ruprecht rechtzeitig sagen können, in welche Pfoten die besten Sachen gehören. Und Anna ist heilfroh, wenn endlich die Bescherung beginnt.


Fotos: W.Hein

Anna ist eine Bärin von Kathleen Wallace, die hier den schweren Job hat, dafür zu sorgen, dass kleine Bären noch an den Weihnachtsmann glauben können. Da muss sie schon aufpassen, dass die Pakete nicht zu früh auftauchen, und die Wichtel nur am Nordpol wohnen. Die frechen Teilzeitwichtel hier im Haus sind zwei Hampton Bears und ein Hoppy von der North American Bear Company. Die lassen ein Muffy Vanderbear, auch von dort, gern mitlaufen. Ein weiteres Hoppy steckt seine Schnuppernase zusammen mit Marit-Sofie, einer Rica-Bärin, schon vorher in jeden Winkel, ob Weihnachten nicht schon vorher beginnen könnte. Nun, ich wusste in meiner Kindheit irgendwann, dass meine Eltern dem Weihnachtsmann tatkräftig unter die Arme griffen. Und ich kannte die Stellen im Kleiderschrank, an denen sie vorab die Geschenke lagerten. Ich konnte es deshalb aber auch nicht besser bis zur Bescherung aushalten, um endlich die Spielsachen offiziell in Empfang zu nehmen.

Und dann ist endlich ein Höllenlärm im Garten zu hören ...


Dienstag, 1. Januar 2013

Tanz der Stunden



Die Kleine umhüllt ein wohliger Schwindel. Sie braucht eine Pause. Am Rande der Tanzfläche lüpft sie ihre wallende Ballrobe und fechelt mit dem schwingenden Rock nach Luft. Schon seit Stunden tanzt sie jetzt 'Unter dem Sternenzelt', dem Silvesterball für kleine Bären und ganz viele Hoppys. Ein paar Mäuse haben sich unter den weiten Röcken gleich mit eingeschlichen.

 Das Navi hottet noch wilder mit Benita. Beide sind dick pepelzt, aber das scheint ihnen nichts auszumachen. Dabei kocht doch schon die Tanzfläche. Aber sie hören ja auch heiße Rhythmen und brodelnde Beats.

 Zwei Hoppys drehen sich im Kreis und finden es gut. Leider gibt es viel mehr Mädchen auf dem Ball. Die meisten Jungbären haben beim Verkleiden noch die Schnauze gerümpft und müssen jetzt auf den Spaß verzichten. Dann sollen sie doch in ihren Ecken hocken und sich einander mit weiten Pfotenbewegungen die Unterschiede der Flugbahnen von verschiedenen Silvesterraketentypen erklären.

 Die kleine weiße Maus dekoriert noch schnell nach. Sie hat sich oben auf die Empore gesetzt und einen Beutel mit Puschelkonfetti gegriffen. Und überall, wo sie eine Konfetti-Lücke im Bodenbelag entdeckt, wirft sie schnell ein paar bunte Kugeln hin. Oder sie lässt kichernd Wuschelpompons auf die ausgelassenen Tänzer und im Takt trippelnde Rehkitze regnen.

 Luna und Lindsay bleiben lieber Randgestalten im wilden Treiben. Im Zentrum des  brodelnden Vulkans würden doch die schönen Kleider leiden und die sorgfältig drapierten Diademe und Rosenkränze rutschen. Außerdem muss eine Lindsay immer daran denken, dass ihre lange Perlenkette dabei unter ihre Pfoten geraten könnte, und sie reissend ins Stolpern bringen würde.

 Sissi braucht eine Verschnaufpause und stellt sich zu der Kleinen. Sie hat mit Lauritz, dem kleinen Matrosen, bis jetzt schon ganz viele unterschiedliche Tänze ausprobiert, den Krabbelkäfer, die Hupfdohlen, die Laubsammler, den Drehwurm und die landenden Düsenflieger. Jetzt ist Lauritz auf die Suche gegangen, ob es irgendwo noch zwei Gläser Fruchtbrause gibt. Oder ob alle Getränke in der Hitze der Nacht auch schon verdunstet sind.

 Es ist zwölf längst durch und ein junges Rehkitz hat eine schwerwiegende Entscheidung getroffen. Schneeweisschen spitzt die Schnute und pfeift auf diese 'guten Vorsätze'. Die sind doch blöd und versauen einem gleich das ganze neue Jahr.

 Benita hat jetzt endlich die Felljacke ausgezogen, um mit freien Armen ordentlich abzurocken. Nur das Navi köchelt weiter in der eigenen Fellsauna.

Eine kleine Mia muss schnell weg, bevor sie entdeckt wird. Sie weiß jetzt, dass so eine Ballnacht eine Riesensause für kleine Pelznasen ist. Es ist schon weit nach Mitternacht und das neue Jahr hat längst begonnen. Aber zum Glück sind ihre Schuhe fest geschnürrt und sie hat sich auch nicht von irgendwelchen Prinzen ansprechen lassen. 

Fotos: SchneiderHein


Die Kleine, Lindsay, Benita, Lauritz und die kleine Mia sind Rica-Bären. Luna ist eine weiße Valdorf Bärin. Sissi kommt von Silvia Reiter aus Österreich. Fleckerl, das Navi, ist ein Flecker Bär. Schneeweisschen kennt Eileen Seifert von der Teddy-Manufaktur. Die kleine weiße Maus, Berry Mouse, die Weihnachtselfe, Albert und Victoria sind Mäuse von Deb Canham. Das Muffy und die vielen Hoppys werden von der North American Bear Company ausgestattet und in die Welt geschickt. Die meisten Petzelinen bekommen ihre Ballkleider übrigens auch von dort. So und nun ist der Kleinen aufgefallen, dass sie ihren Begleiter heute doch stehen gelassen hat: Den perfekt befrackten Schiebepinguin von Deb Canham. Zum Glück, denn auf diesen Bällen gibt es sowieso so viele VIPs - verdammt interessante Pelznasen.


Montag, 31. Dezember 2012

Sternenzelt ... wir kommen



Benita ist die erste, die den Raum betritt. Im Schlepptau hat sie Schneeweisschen. Und das Navi hat sich der Wintergesesellschaft auch gleich angeschlossen. Sie kommen zum großen Silvesterball unterm Sternenzelt für kleine Bären. Da seit Tagen so einige Hoppyhasen durchs Haus wuseln, sind auch die herzlich eingeladen. 

Howard hat sich die kleine Digitalkamera geliehen und fotografiert die Ankunft der Ballbesucher, die sich alle nur zu gern im Blitzlichtgewitter sonnen. Nur hat Howard leider den Blitz vergessen, das muss jetzt auch ohne gehen. 

(Und für richtige Hochglanzbilder muss jetzt jede Blogleserin oder jeder Betrachter den eigenen Bildschirm fix selbst putzen. Nur bitte mit dem Hochglanzwienern ganz schnell machen, denn jetzt geht es schon weiter ...)

 Die Eiskristalle auf Benitas Rock funkeln wie die Sterne. So hat sie das Sternenmotto des Abends glanzvoll umgesetzt. Und damit es ihr auf dem Weg nicht zu kalt wird, hat sie sich dazu die Fusselflokati-Jacke  aus dem Schrank gefischt. Für's Foto ist sie extra noch einmal zurückgekommen, um die Ballrobe mit einer eleganten Drehung vorzuführen. Und um darauf dem Navi zu erklären, dass eine Ballrobe nichts mit Seehunden und Flossenträgerpelzen zu tun hat.

Das Weihnachtsnavi und das vorwitzige kleine Karnuckel wollten sich eigentlich nur mal reinschleichen. Weil sie neugierig sind, warum sich die Bärenmädchen schon seit Stunden so aufbrezeln? Und warum sie danach so schnippisch schwierig sind? Ob da auf so einem Robbenball nur rumgehoppelt wird oder ob es auch Konfekt, Fruchtschale und Punsch gibt?

Rosa Rosen schmücken Haupt und Hand von Lindsay. Aufgerüscht hat sie sich mit einem üppigen Spitzenkragen und reichlich Schleifen. Hoffentlich hält beim Tanzen die Perlenkette, die sie sich mehrfach um den Hals geworfen hat. Nicht auszudenken, was passiert, wenn sie beim Walzerdrehen mit der Pfoten auf die Perlen tritt. Blöd so was zu sagen, denn jetzt denkt man doch die ganze Zeit daran ... Perlen ... Pfoten ...

 Ein Hoppy kommt als Venizianerin mit ihrem Hausharlekin. Das lebt auf großen Fuß und wird jetzt den ganzen Abend aufpassen müssen, dass ihm niemand auf die Schuhe steigt. 

Lauritz ist vor wenigen Tagen noch mit Schneeweisschen Schlitten gefahren. Heute Abend ist die Matrosen-Uniform doch wohl festlich genug. Und das schmale Kitz überlegt, ob es jetzt nicht ein wenig zu warm eingepackt ist.

Das Spitzenkleid ist heute im Schrank geblieben. Sissi kommt als Bärin ganz in Rot mit grünen Akzenten. Aber vielleicht hätte das olle Sterntaler-Spitzenkleid doch besser zum Motto des Abends gepasst: 'Tanz unter dem Sternenzelt'.

 Muffy schwelgt ganz winterlich mit Ilex-Schmuck um Hals und Haupt im dunkelgrünen Samtkleid. Sie sagt trotzig 'zwischen den Tagen' dazu, weil sie es schon zu Weihnachten getragen hat. 

Luna brilliert mit Brilli-Imitaten als Königin der Nacht. Im Kopfschmuck glitzert passend zum Abend eine Mondsichel mit Stern. Albert trägt eine blassblaue Samtjacke mit Spitzenkragen und Seidenschleife, geht aber neben der glänzenden Erscheinung seiner Begleitung etwas unter.

Ein anderes Hoppy hat sich in so ein echtes Bodenwischerkleid der feinen Gesellschaft vergangener Jahrhundertwenden geworfen. Die immer in diesen riesigen Landsitzen mit ihren endlosen Zimmerfluchten wohnt. Die könnte man ohne solche Röcke sicher gar nicht richtig sauber halten.

Die Kleine hat sich etwas verspätet. Sie musste erst noch die Zukunft ausfragen und das Wahrsagerkarnickel mischte erst ewig lange die Tarrot-Karten, strich sich bedeutungsvoll über die Löffel und putzte dann die Kristallkugel auf Hochglanz, bevor es endlich das spannende Zeugs weissagen wollte.

Zum Schluss huscht noch eine kleine Mia durch das Bild. Sie will endlich wissen, was so ein Riesen-Ball ist, den man nicht wegkicken kann und das geht nur in Tarnung. Als grüne Waldbärin würde sie ja hier viel mehr auffallen als im Glitzerkleid. Und ... eigentlich ... also ... das Kleid ist doch auch wuunderschöööön.

Fotos: Howard und SchneiderHein


Großer Auftritt für kleine Bärenmädchenträume: Ohne die North American Bear Company, die schon seit Jahren Muffy und Hoppy mit fantastischer Glitzer-Couture ausstattet, hätten unsere Pelznasen wohl in Lumpen gehüllt kommen müssen. Eine Mode, die übrigens auch den Geschmack von neureichen Oligarchen-Gespielinnen treffen sollte. So haben die fünf Rica-Bären, Luna, die Valdorfbärin, der Fleckerbär und Sissi von Sylvia Reiter die schönsten Funkelkleider und sicher in den folgenden Stunden noch viel Spaß ...