Samstag, 3. September 2011

Rollwerbung im Heldengarten



Autsch! Da steigt ein neugieriger Bär dem Blechschwein auf den Rüssel. Aber wie soll er denn sonst in das große Paket gucken, das jetzt im Garten steht?


Im Karton liegen in grauem Packpapier bunte Kalender und Schachteln. Rosalie und Alex wühlen eifrig im Kruschelpapier und stülpen dabei den Kartoninhalt von unten nach oben.Die kleine Schokotafel mit "Danke" wird dabei sorgfältig beiseite gelegt.


Die bunten Dinger fliegen erst einmal raus, aber statt weiterer Leckereien zieht der Bär nur so eine Papierschärpe raus, auf der immer wieder 'Kawohl' und 'Teddy & Co' steht. Dieses 'Kawohl' ist wohl furchtbar wichtig, denn das bedeckt draußen auch den ganzen Karton.

Die Mini-Schokolade müssen die beiden sich teilen, denn sonst liegen nur Kalender und eben die kleinen Schachteln neben der Pappkiste. Diese roten Schiebekästen enthalten aber so ungenießbare Rollsteine in Glitzerpapier. Dabei sind auf vielen Kästchen sogar Bilder von Alex und Rosalie zu sehen. Von wegen "Alles Gute für Dich": Wenn man sie vorher gefragt hätte, hätten sie da natürlich Schlickerkram reintun lassen.


"Diese Brausetabletten sind doch riesig," findet dagegen eine kleine Maus. "Damit kann man überall wie nix Britzelwasser machen!" Schon hat sie eine Schachtel ausgepackt und rollt mit der großen Scheibe zum Teich: "Das ist jetzt eine Rollwerbung für die wässrige Gesundheit, denn schleichende Werbung geht mit dem Riesenblubberblasenmachding nun wirklich nicht."


"Lena, kann ich deine Blubberblasen auch haben?" Die  kleine Expertin für das 'Wellen-Nässen' will den Fischen im Teich eine Ganzflossen-Massage verpassen. Und für so einen großen Teich ist eine Brausetablette sicher viel zu wenig. Aber das Schaf ist gerade so begeistert von den vielen Schachteln mit dem eigenen Foto darauf. Lena mag davon noch gar nichts abgeben. Auch nicht den Glitzerinhalt. "Das muss ich mir erst noch überlegen." Vielleicht sollte sie sich lieber selbst mal in die Wohlfühlbrause legen. Das ist sicher noch viel besser als der Woll-Balsam für Schmuddelschnucken.


Die Piratenente findet die kleinen Aufstell-Kalender ganz praktisch, weil sie so einen mobilen Sonnenschutz bekommt. Und Frederik platzt vor Stolz ... er ist zweimal im Kalender unterwegs. Zuerst auf dem Deckel und dann noch mal mittendrin. Nur ein namenloser Hase fragt etwas ängstlich, ob er denn jetzt überall einen ganzen Monat auf irgendwelchen Resopalkommoden, Echtholztischen und Geschirrschränken mit Glasaufsatz herumstehen wird? Und ob die Leute dann auch noch gucken? Doch Frederik kann ihn beruhigen. Sein Motiv vom Stegläufer kommt genau davor. Das lassen die Leute
sicher noch länger stehen, bevor sie sich den Rest des Monats ein Langohr antun.

"Heh, Blödi, jetzt steh nicht wieder so rum." Der neugierige
Spitzhutträger wird wohl nie begreifen, wie das mit dem Unsichtbarmachen von kleinen Waldbären geht. Er hat immer noch seinen lauten Schellenhut auf und trägt schon wieder einen feuerroten Signalpullover. Dabei hat ihm die kleine Mia so oft gesagt, dass die meisten Blumen hier weiß blühen. Da kann man sich nicht mit 'das ist doch Rosenrot' rausreden. Und jetzt steht er auch noch mitten in der Sonne, nur weil da ein großer Kalender liegt. "Komm endlich, bevor uns nochjemand sieht."


Eine Hasenmaus macht der Kalender überhaupt nicht glücklich.
Denn dort ist zu sehen, wie er auf großer Fahrt über den Gartenteich paddelt. Da hat er schnell wieder Blechboot und Löffelruder herausgeholt. Denn eigentlich wollte der blaue Junge doch längst sein Seemannspatent haben. Und jetzt wird das wieder nichts!

Hier kann selbst der beste Steuermann nichts ausrichten.
Wenn die grüne Hölle auch in den Teich hüpft und nicht mal eine kleine Fahrtrinne übrig lässt ... dann kann er das Henkelboot auch dieses Jahr nicht zu Wasser lassen. Oder wird auch mit gut gemeinten Trockenübungen aus dem eifrigen Hasen dann doch ein echter Seebär?


Nun, uns geht es wie Frederik und Lena. Wir sind stolz und sehr glücklich, dass der Kawohl Verlag in Wesel unseren Blog hier entdeckt hat und uns fragte, ob er einige der Gartenhelden in einen Kalender stecken darf. Die Gestaltung und besonders die passenden Worte zu den zwölf Motiven hat der Verlag gleich mit übernommen. Und wir haben dafür vor wenigen Tagen einen großen Karton mit Wandkalendern, den Tischkalendern und den Kneipp-Badetabs im Geschenkschuber bekommen. Den kleinen
Aufkleberkalender haben wir lieber versteckt, bevor eifrige kleine Bärenpfoten Haus und Garten damit tapezieren. Wer sich jetzt ein eigenes Bild machen will, kann zur Verlagsseite im Internet gehen oder im Buchhandel suchen.


Fotos: W.Hein

Hier sind fast alle Kalenderhelden wieder dabei:
Alex der Valdorfbear von Petra Valdorf und Rosalie aus
Detmold, eine Rica-Bärin von Ulrike und Claude Charles.
Die kleine weiße Maus, die Deb Canham persönlich kennt
und Lena das Schaf aus dem Rosendekoladen in Hemmingen.
Frederik von Barbara Fernholz (Zaubearhaft), die Piratenente
(Fundstück) und ein namenloser Hase vom Majolein Diemel.
Die Niederlande wissen viel über Langohren, da auch Hasenmaus
vom flachen Land hinterm Deich kommt ... von Bell Bears Design.
Und die Waldbären haben sich erst in unserem Garten gefunden
(Rica-Bären, Valdorf Bears und Zaubearhaft).

Sonntag, 28. August 2011

Mädchenfußball



Der geölte Sauseblitz ist wieder unterwegs. Marie pest mit
dem Dreirad über die Betonfläche mitten im Grünen.
Raff Raff muss ganz schön wetzen, um da noch mitzuhalten.

Das Frotteetier ist überglücklich, dass die kleine Bärin
endlich mal wieder das Dreirad in einen sonnigen Garten
geschleppt hat und dann Raff Raff nachgetragen hat. So tollt
der rote Langhals jetzt kreuz und quer über die Piste und
achtet nicht immer so genau darauf, wo die Marie umherdüst.

"Achtung! Platz da!" ruft der flinke Brausepetz, als er
scharf bremsen muss, um dann mit einem kniffligen
Halsüberkopfschlenker einem unachtsamen Kuscheltier
auszuweichen.

"Raff Raff, du darfst mir doch nicht vor die drei Räder laufen,"
warnt die kleine Bärin die ungestüme Wildwechslerin.
"Ich habe zwar einen Schutzengel am Lenker, aber der reicht
nur für mich."

Da kann der Schutzengel nur zustimmen. Mehr als die
schnelle Marie geht nun wirklich nicht. Abgesehen davon,
dass auch einem Flügelhelfer bei diesem Herumrasen
immer ein wenig übel wird.

Also rennt Raff Raff dann lieber nur hinter Marie,
als die wieder im Sauseschritt losstürmt. Da muss
das Frotteetier jetzt aber viel besser aufpassen, um
bei dem ganzen Zickzack den Anschluß zu halten.

Marie hat ihren Schutzengel. Nelleke will zu
ihrer Freundin auf der Betonfläche und hat etwas
Besseres für wilde Dreiradfahrten: Nelleke hat
einen Schutzhelm.

Sie kann es gar nicht erwarten, zu dem wilden Gejuchze
hinten im Garten zu kommen. Dazwischen wird mit lautem
Squiiiiiiek gebremst, eine Raff Raff kurz zurechtgewiesen
und schon geht das Jubelgeschrei weiter.

Da kann eine kleine Bärin doch nicht auf
jeden Schritt achten!

Plötzlich ist da 'was im Weg und Nelleke hat Mühe
nicht zu stolpern. Mit dem Fuß kickt sie dabei das
Hindernis noch etwas weiter weg.

Eine kleine Kugel voller Stacheln rollt von der
hektischen Bärin davon.

Erschreckt reisst Nelleke die Arme hoch.
Sie hat einen kleinen Igel getreten!

Hoffentlich ist dem Piekstier nichts Schlimmes geschehen.
Aber was muss es denn auch mitten über den Steg laufen,
wenn eine eilige Bärin da lang wetzt?

Endlich öffnet sich die Kugel und ein ängstliches Gesicht
erscheint. Die Meisterkickerin beugt sich neugierig über
den nüddeligen Igel. Innen ist er ganz weich und frei von
den pieksigen Stacheln.

Da hat Nelleke eine großartige Idee! Die Stacheln helfen
doch nicht gegen schwere Schuhe. So ein Igel braucht doch
viel, viel mehr Schutz.

Also bekommt der kleine Igel jetzt ihren Schutzhelm.
Dann ist er endlich darunter sicher. Und das Rosa kann
man auch nicht so leicht übersehen. So ein Igel hat da
doch eher eine Tarnfarbe.

Jetzt kann Nelleke endlich zu weiter Sause-Marie stürmen.
Sie hat wieder ihre blaue Kappe aufgesetzt. Da muss der
Schutzengel am Dreirad eben wieder Überstunden machen.

Der Igel linst unter dem Helm hervor. Wenn die
wild tobenden Bärinnen wieder davongestoben sind,
müssen die kleinen Kullerkugeltiere nicht weiter
untertauchen.

Wenig später hat der Stachelträger die Schale umgedreht
und kippelt glucksend in der neuentdeckten Igelschaukel.

Nelleke hat keinen Blick zurück. Sie hat jetzt
schon genug Zeit verloren und muss doch
unbedingt zur Betonfläche hinten im Grün.

Dort saust eine Bärin auf ihrem Dreirad über die grauen Platten
und ein rotes Frotteetier - so schnell es kann - hinterdrein.

Ein kleiner Igel hat genug von der prallen Sonne auf
dem Steg. Er versucht auszusteigen, aber das ist bei
einer Wackel-Schaukel eine heikle Sache.

Schon kippt die ganze Schose und ...

ein kleiner Stachelfreund sitzt wieder unter der rosa
Haube. Dann ist erst einmal Stille ... bevor ein zartes
Schaben beginnt. Der Helm beginnt zu ruckeln.

Mit leichtem Ächzen arbeitet sich jetzt der winzige Schutzgast
unter dem Rand hervor. Die kleinen kräftigen Füße kämpfen gegen
das ungewohnte Gewicht der Schale.

Endlich kann der Stacheligel mit leisem Schnaufen den Steg
kreuzen. Die Bärenmädchen sind lärmend beschäftigt und im
nächsten Unterholz warten leckere Insekten und süße Früchte.


Fotos: W.Hein

Marie und Nelleke sind Rica-Bären aus Detmold.
Raff Raff hat seinen Namen aus Kindermund.
Der Igel kommt aus Neuseeland von Heather Lyell.


Samstag, 16. Juli 2011

Das Heulamm



Leckeres, frisches Heu! Dem kleinen Deichlamm läuft das Wasser schon im Mund zusammen. Mmmh! Und alles auf dem Zinktablett serviert.

Das ist ja eine Riesenportion für einen kleinen Paarhufer. Da könnte das Schaf noch die ganzen Bären zum Picknick einladen. Aber die haben alle längst lässig abgewunken. Wenn die Schucke eine Schale voller Honigwaffeln finden würde, dann kämen sie gern.

Na dann bleibt eben mehr für das Schaf. Es packt eine erste Handvoll Trockengras und beginnt es zu einem mundgerechten Bündel zusammen zu stopfen. Ganz schön flusig wie so ein Heu im lockeren Schaffell überall hängenbleibt. Da ist frisches Gras doch viel geschmeidiger ...

Vorsichtig probiert das Lamm den ersten Bissen. Es will ganz genau schmecken, wie das Heu den Gaumen kitzelt. Ob es beim Heu auch Lagen gibt und man das Anbaugebiet schmecken kann? So dass es Seegras und Alpenalm unterscheiden könnte? Mit würziger Kopfnote und einem grasigen Abgang? Oder es gibt Bergblütenheu und Waldwiesenhalmmischungen. Und für die sportbegeisterten Schafböcke den Heuabschnitt aus berühmten Fußballstadien. Aber das ist hier wohl gemeines Wald-und-Wiesen-Heu.

Jetzt kaut die Feinschmeckerin schon länger auf den trockenen Halmen herum. Die heraushängenden Enden bewegen sich eifrig im Takt der mahlenden Schafzähne. Das Heu schmeckt nicht so toll, wie es sich das Lamm vorgestellt hat. Grünes Gras ist nicht nur saftiger, es hat auch mehr Biss.

Von wegen frisches, leckeres Heu. Das ist furztrockenes Altgras, das seine besseren Tage hinter sich hat. Trockenfutter ist vielleicht haltbarer als fangfrischer Rasenschnitt aus dem Handmäher. Oder eine leckere Biograsportion direkt vom Sensenmann. Aber das Schlemmerschaf ist enttäuscht. Ob es für den Winter wenigstens Grasballen in der Tiefkühltruhe aus dem Supermarkt gibt?

Bevor das Deichlamm jetzt die Telefonnummer vom Grasbringdienst sucht, wagt es noch einen Versuch. Vielleicht fehlt dem Stroh ein wenig bunter Schmierkram, damit es saftiger wird. Das hilft ja auch bei Brutzelburgern und trockenen Kartoffelstäbchen, die sich der alte Seebär von Zeit zu Zeit holt. Mit Tomatenkettenschwapp wird sicher auch dieses zähe Fadheu noch zum Leckerschmecker.

Vorsichtig verteilt das Schnuckentier die knallrote Tomatenpampe auf dem Heu. Das macht sicher ganz fiese Flecken, wenn es kleckert. Doch gleichzeitig ist das kleine Wollköpfchen schon ganz aufgeregt. Die Zungenspitze fährt von einem Mundwinkel zum anderen. Und da kommt auch noch ein Klacks hin.

So und jetzt probiert das Schaf noch einmal den drögen Trockenmampf. Und wenn es immer noch nicht besser schmeckt, dann kann es ja mal sehen, wie diese rote Kettenschubssoße mit frischem Gras schmeckt ... Und dann könnte man den Schwapp auch über Rosenblüten kippen oder darin würzige Küchenkräutersträuße eintunken.


Fotos: W.Hein

Lena, das Deichlamm aus dem Rosenfachhandel, sucht schon länger nach der richtigen Ernährung für Heidschnucken. Es hätte fast schon Karotten probiert, weil die auch Wombats mögen. Nun Gras geht auf jeden Fall, obwohl die Wiese im Garten wird ja ständig von allen Bären betreten. Und wer will schon Fußtritte in seinem Essen? Also ist das nachgewürzte Heu jetzt hoffentlich aus biologischem Anbau ...


Samstag, 2. Juli 2011

Holliwuhd



"Und du weißt, wo meine Pinguine sind?" Linus kann es nicht
glauben, als seine Schwester ihn aufgeregt herbeigerufen hat.
Vor ein paar Wochen war plötzlich eine riesige Frackhorde im
Garten und plötzlich war sie wieder weg. Seit der Zeit sucht
der kleine Bär seine Pinguine. Er hat sogar extra einen ganzen
Aber bis jetzt hat der weltbeste Vogelforscher nicht mal die
kleinste Flaumfeder von ihnen gesehen.

Jetzt sind sie Lisa ins Netz gegangen. In dieses elektrische
Zwischennetz, für das man einen Computer braucht. Stolz
zeigt Lisa ihrem Bruder die Pinguine auf dem Bildschirm.
Die sehen doch genauso aus, wie die nobel gekleideten
Südpol-Vögel, die Linus vermisst.

Sofort sind sich die beiden Petze einig: Das ist die gesuchte
Frackhorde und die spielen jetzt sogar in einem Spielfilm
mit: 'Mister Poppers Pinguine' heißt der und damit ist ja
wohl klar, wer da die echten Stars sind. Linus ist begeistert:
Er kennt dann ja echte Kinohelden, die wahrscheinlich
inzwischen ihre Fische auf goldenen Tellern in Holliwuhd
gereicht bekommen. Denn richtiges Kino wird in Amerika
gemacht. Wie die Pinguine dort so schnell hingekommen
sind, weiß der kleine Bär auch nicht. Aber in seinem Garten
haben sie sicher für die Sonne Kalliformiens geübt.

Klasse, dass Lisa seine Laufvogelherde wieder gefunden hat.
Denn jetzt kann er Anna die Dose mit den Ölsardinen zurück-
geben und die grünen Frösche endlich selbst wegputzen.


Fotos: W.Hein

Linus und Lisa sind Rica-Bären


Freitag, 1. Juli 2011

unsichtbar ... hoffentlich



Die kleine Blumenelfe hadert wieder mit dem Garten. Der Rototo-was-weiß-ich-dendon hat schon wieder alle purpurnen Blütenblätter abgeworfen. "Ich will Blumen, potzverdammich!" Sie stapft so heftig auf, dass Stempel und Staubgewächse wackeln. "Puterpurzpopoplunder! Und Pimpernellpellotten noch mal, nicht so kahle Strünke!"

Sie will gerade eine weitere Schimpfkanonade vom Stapel lassen, da scheinen sich spitze Blicke in ihren Rücken zu bohren. Die Mauseelfe hält inne und dreht sich langsam um.

Daha siiihittzst eiheine große Oihoile uunnd guhuuckt! Plötzlich ist eine kleine Flügelmaus sehr froh, dass sie nicht noch ein paar Punzelpasilottenwörter dahingeflucht hat, sondern schon ganz viele Sekunden stille geschwiegen hat.

Die Schnoile hat sich eigentlich nur verflogen. In einem Sommergarten fällt ihr weißes Federkleid viel zu sehr auf. Sie hat sich in den Schatten des Waldes verzogen, damit dieses Schwitzen endlich aufhört. Jetzt knurrt vom vielen Verfliegen auch noch der Magen. Aber in so einem Wald wird es doch sicher leckere Mäuschen geben. Es war ihr auch so, als hätte sie gerade ihr feines Fiepen noch gehört.

"Wo bleibst Du?" Purzel hat schon überall im Garten gesucht. "Psst!" zischt Prummel die blaßgelbe Blumenelfe an: "Halt bloß deinen Pieselschnabel, du Priemelpot!" "Heh, du musst mich nicht gleich pissig anmachen, du Pastinakennapf!" Hektisch wedelt die violette Elfe mit den Armen: "Jaha, ich bin nur so nervös, jetzt sei endlich leise."

 "Wir werden beobachtet." Prummel zeigt auf den großen weißen Vogel, der erst den Kopf langsam hin und her schwenkt und ihn dabei immer wieder schief legt. "Böh! Du weisst es noch, die können uns nicht sehen," winkt Purzel lässig ab. "Für Nichtelfen sind wir doch unsichtbar." "Hoffentlich! und jetzt schwirren wir ab. Aber ganz leise."

Schnell folgt der Schnoilen-Kopf dem zarten Windhauch. Eben war da noch ein pusseliges Zischeln, doch so sehr sie auch die Augen zusammenkneift und dann angestrengt ins Grün blinzelt, sieht sie kein Schnurrhaar, keine Schwanzspitze, keinen Mausepelz. Der Sommer ist einfach keine Jagdsaison für sie.


Fotos: W.Hein

Die Schnoile hat sich als weiße Schneeeule von Hansa Toys erst kürzlich in unseren Garten verflogen. Die Blumenelfen von Deb Canham sind dagegen schon länger dabei, hier ihr persönliches Blühwunder zu bauen.