"Jack, nicht so schnell!" Doch der kleine Mäuserich ist nicht zu halten. Seit Stunden werkeln die kleinen Mäuse geschäftig in der Küche und haben keine Zeit für kleine, gelangweilte Jungen.
Selbst ist die Maus! Er kann sich auch selbst beschäftigen und seinen eigenen Schwanz jagen. Wenn er ganz flink um den Tisch läuft, dann wird er sicher am Ende seine Schwanzspitze einholen. Und er kann wirklich schnell wetzen. So wirbelwindschnell, da steht gleich eine Mehlstaubwolke in der Luft.
Selbst ist die Maus! Er kann sich auch selbst beschäftigen und seinen eigenen Schwanz jagen. Wenn er ganz flink um den Tisch läuft, dann wird er sicher am Ende seine Schwanzspitze einholen. Und er kann wirklich schnell wetzen. So wirbelwindschnell, da steht gleich eine Mehlstaubwolke in der Luft.
Das beweist er gleich und dreht noch eine Runde um die extralange Backtafel. Am Ende der langen Geraden wird es immer ganz schön fummelig und eng, denn dort muss er scharf abbiegen, um nicht in die Schokolierstation zu rauschen.
Valentine und Buttercup blicken noch nicht einmal auf, als die kleine Maus an ihnen vorbeipest. Sie müssen sich beeilen, die pfotenwarme Schokoglasur mit langen Messern satt auf die Kekse zu streichen, bevor die Masse wieder hart wird. Die Maus im gelben Kleid murmelt nur aus Gewohnheit: "Pass auf, dass du nicht wieder auf dem Mehlfleck wegrutschst." Dort ist die nächste scharfe Kurve und allzu flinke Mausepfoten finden dann kaum noch Halt.
Evie gibt das begeisterte Publikum, das den kleinen Raser überschwänglich bei jeder Runde anfeuert – auch wenn Alice sie dafür wütend anfunkelt. Nur leider dämpfen die Topflappen gerade den donnernden Applaus.
Nun schlängelt sich Jack zwischen der Putzsau-Schikane, den Gute-Butter-Teigrollern und der Apfelstrudel-Fertigung durch. Dottie fragt sich gerade, wofür sie die schönen Ausstechformen mitgebracht hat, wenn Mosi den ganzen apfelbestückten Teig so-wie-immer in eine einzige große Auflaufform packt. Das ist doch überhaupt nicht weihnachtlich. Da kann die schusslige Maus nur ihre rote Schleife schütteln: Das ist ihr einfach passiert. Etwas gedankenverloren hat sie einfach das übliche Ganzjahres-Programm abgespult. Vielleicht können sie den Kuchen ja noch mit roten Stiefeln oder Stechpalmenblättern dekorieren? Oder sie setzen ihm einfach drei Kronen auf? Doch bis zum 6. Januar wird der Kuchen niemals durchkommen …
Jetzt noch die scharfe Kühlschrank-Kehre, dann hat Jack die Runde geschafft. In neuer Rekordzeit! Holly hat vorsichtshalber die Trittleiter zusammengeklappt, bevor sich der kleine Mauserenner nähert. Sie hat im Regal zwar immer noch nicht das Gesuchte gefunden, aber sie möchte nicht vom obersten Tritt gefegt werden, weil der flinke Junge sich jedes Mal an der Leiter mit der Pfote abstößt, um noch schneller die Kurve zu nehmen.
"Komm mal her," bremst Alice die schnellste Maus vom Küchen-Grand-Prix. "Ich muss dir mal was zeigen."
"Das war ich nicht!" Jack betrachtet die größer werdende Milchpfütze eingehend, als würde sie ihm verraten können, wer diesen Bodensee verschüttet hat. Ein Donnerwetter gibt es dennoch. "Bei der wilden Lauferei ist die Milchtüte runtergefallen," Alice ist jetzt sauer! "Aber ich bin ganz weit weg vom Tisch gesaust," verteidigt sich Jack. Es macht einfach ein Riesenchaos! Auch ohne Jacks Mithilfe kullert den Mädchen immer wieder ein Ei von der Kante, rieselt Mehl daneben, geht eine Nusslawine ab oder knallt der Schneebesen auf den Boden. Dafür brauchen sie keinen Jack, der alles verschlimmert. Und wenn Alice jetzt tief durchatmet, war es vielleicht auch ihr eigener Schwanz, der die Milch runterfegte – als sie sich nach Jack umgedreht hat. "Trotzdem! Mit dem Getobe ist jetzt Schluss!" Sonst ist schon Neujahr, bevor die Mäuse ihre Weihnachtskekse gebacken haben.
Gehört nun grob gemahlener Pfeffer in den Pfefferkuchen wie feuriger Chilli in die Schokolade? Oder warum steht eine Pfeffermühle hier auf dem Tisch? Genny schwört auf viel Butter im Teig. Am besten so reichlich, dass jeder Keks beim Ausbacken auf seinem eigenen Buttersee schwimmt. Für Dottie gehören dagegen Tanne, Mond und Sterne als Kekse zum Fest. Wenn das Gebäck nicht die richtige Form hat, kann doch keine weihnachtliche Stimmung aufkommen. So sieht sie zur Sicherheit noch mal auf den Backschieber, bevor die rote Mosi die süße Fracht im Ofen verschwinden lässt. Nicht, dass sich da plötzlich Osterhasen, Prielblumen und dunkelmächtige Sternenkrieger in die besinnliche Zeit einschummeln.
Pah, das ist voll langweilig, wenn die ganze Küche nach leckeren Keksen duftet, und der hungrige Jack nirgendwo naschen darf. Jetzt soll er auch noch still sein. Zwischen dem Beinwald der vielen Hocker und Stühle darf er auch nicht umherwuseln. Er soll auch nicht in alle Schüsseln und Schachteln gucken. Und wenn er ständig jede einzelne fragt, was Alice, Dottie, Olivia, Genny, Holly und Evie als Nächstes tun wollen … und warum? … geht die Küchenarbeit auch nicht schneller von der Mausepfote. "Diese Bleche stehen doch schon ganz lange hier rum." Jack tastet sich vorsichtig vor und beginnt mit der Pfotenspitze zart einzelne Kekse auf dem Blech zu berühren. "Die kann man sicher schon mal probieren." Alice hat gerade so einen matten Moment, bevor sie die nächste Aufgabe angeht … und vorher noch einen quirligen Matrosenjungen beschäftigten muss.
Einen Riesen-Lebkuchen darf sich Jack jedoch sofort nehmen. Das hat Alice ihm erlaubt – bevor er alle Kekse antascht. Der Sternenkeks ist noch ziemlich heiß, da lässt er die Zacken zwischen seinen Pfoten tanzen, bevor er gleich die Spitze anpusten wird. Er will sich ja nicht das Mäulchen verbrennen.
"Wenn er schon jetzt so viel Süßigkeiten maust, hat er beim Abendbrot wieder keinen Hunger." stellt Mosi fest. "Zu warme Kekse sollen auch sehr ungesund sein," pflichtet ihr Hella bei.
Jack pustet und bläst sich einen Wolf, um die verdammte Lebkuchenspitze auf Esskälte zu bekommen. Den Magen verderben will er sich auf keinen Fall. Dann würde das ganze Leckerschmeckergebäck ohne ihn verteilt. Und er muss nicht hoffen, dass er vor Ostern noch Selbstgebackenes bekommt. Doch da hat er eine Idee …
Er leiht sich von Evie einen Topflappen für den heißen Keks und hat für die Wartezeit noch einen etwas weniger heißen Schokokringel gefunden. Dazu noch eine Flasche roten Beerensaft, der die Hitze aus der Kehle spült. Wenn er jetzt noch ein oder zwei Pfoten frei hätte, könnte er gleich einen größeren Vorrat abkühlen lassen. "Sei nicht so unverschämt und nimm einen Keks nach dem anderen," belehrt ihn da die Benimm-Tante Valentine. "Wenn du plötzlich so auf die Etikette schwörst," lacht Buttercup, "solltest du bei deinen Belehrungen nicht so dicht vor seiner Nase mit dem blanken Riesenmesser rumfuchteln."
Idee und Szenerie: SchneiderHein
Das ist nicht der letzte Ausflug ins Mausebackstudio. Dehalb hier als Erstes der Dank für die leckeren Kekse, Lebkuchen, Cupcakes, Schokokringel und Backbretter von Dreamhobby1, Mellisminis, Minisforall. Unsere Mäuse lieben die feinen Leckereien. Wir bewundern sie und hätten kaum eine Chance so etwas Filigranes selbst zu fertigen. Kämpfen wir doch schon beim Verteilen in der Szene damit, dass diese Minis gern in Ecken rutschen, wo sie nur kleine Mausepfoten oder eine Pinzette erreichen können.
Und so geht es weiter: Heckmeck mit Jack

















































