Sonntag, 12. Mai 2013

Plitsch-Platsch



"Da schlägt wieder einer ein" Conroy stupst Alisa an. Die hat keine Zeit: "Dafür plumpst es da im Teich."

Die beiden Bären drängen sich unter den Regenschirm und beobachten den Regen. Sie gucken ganz genau hin, was die Tropfen machen, die mit hoher Geschwindigkeit rund um sie herum niederprasseln.

Da kommt ihnen Frau Fuchs eiligen Schritts aus dem Garten entgegen. Sie hat sich eine Plastiktüte wie einen Regencape über den Kopf gestülpt. Sonst wird der schmucke Hennenhut noch ganz feucht. Und jetzt will sie endlich raus aus diesem Wolkenbruch.

"Das ist wieder ein Wetter!" begrüsst Alisa Frau Fuchs. "Es regnet Hasen und Hühner," ergänzt Conroy. Die große Gartenläuferin bleibt überrascht stehen: " Es regnet was ... ?"

"Hasen und Hühner!" Der kleine Bär wiederholt das gern. "Alle sagen bei so einen Wetter immer: Es regnet Katzen und Hunde. Und das ist doch ungerecht, wenn die immer dran sind. Was ist denn mit den ganzen anderen Tieren?" Alisa nickt: "Genau und deswegen regnet es jetzt Hasen und Hühner." Frau Fuchs schüttelt ungläubig den Kopf. Conroy zuckt mit den Schultern: "Na dann eben: Es regnet Mäuse und Möpse." Die kleine Schirmträgerin widerspricht: "Das sind doch wieder Hunde!" "Also gut: Schnecken und Schnucken." Die rote Füchsin findet endlich ihre Sprache wieder: "Das geht doch nicht!"

"Was würde Frau Schlaufuchs denn dazu sagen?" wollen die kleinen Petze nun von der roten Dame unter dem Regenumhang wissen. "Jahaa ... es schüttet ... ähem (hüstel) ... Wasser halt ... hümpf ... nass von oben ..." Ach ist das wieder schwierig.

"Ich muss ... äh ... jetzt aber ins Haus ... dringend ... es regnet." Frau Fuchs ist immer ein wenig verwirrt, wenn sie zu lange mit kleinen Bären spricht. Die rufen der Davoneilende winkend nach: "Ja, das sagen wir ja, es regnet Zebras und Zugvögel."

"Vielleicht hätten ihr Hupfdohlen und Rohrdommeln doch besser gefallen."


Fotos: W.Hein

Alisa und Conroy sind kleine Rica-Bären, die von Muffy und Hoppy sich einige Regensachen geliehen haben. Frau Fuchs von Natasha Kataeva ist in den letzten Tagen immer ein wenig auf der Flucht und nicht nur vor dem Regen.


Kommentare:

Cobia hat gesagt…

Ihr habt immer so schöne Geschichten, vielleicht sollte daraus mal ein Buch entstehen?
Liebe Bärengrüße
Petra

Nicola Hinz hat gesagt…

Das schließe ich mich meiner Vorrednerin an - gibt es denn womöglich schon ein Buch?

Außerdem ist Frau Fuchs ja auch eine ganz schicke - ist sie neue im Ensemble?

Liebe Grüße
Nicola

Bente hat gesagt…

hahaha - wieder super ausgedacht und in Bilder umgesetzt.
Es ist viel Arbeit - gerade bei Regen - Respekt!
Liebe Grüße!

Alex näht hat gesagt…

Die Geschichte ist wieder mal entzückend! Besonders toll finde ich die wunderbaren Fotos, auf denen man die Tropfen erkennen kann.
Liebe Grüße von Alex

heinwerken hat gesagt…

@ Petra
Im Moment ist der Blog das Buch und das hat den Vorteil, dass es in kleinen Etappen vorangehen kann. Das letzte Buch sollte 'Inselzeit' werden und bis jetzt ist es ca. 1/4 Text und eine große Planung. Da ist es viel einfacher, kurze Geschichten und Episoden zu machen und starten zu können, ohne das Finale in allen Details zu kennen. Auch für ein Buch mit 'alten Geschichten' müsste man die etwas anders aufbereiten und die Zeit dafür suchen wir immer noch.

@ Nicola
Kein Buch ... siehe oben. Und Frau Fuchs ist immerhin schon drei Geschichten alt. Sie sah schon auf der Teddybär Total in Münster ein wenig verpeilt aus ... da ist die naive Suche von Tipps für kleine Bären bei 'Frau Schlaufuchs' schon Programm.

@ Lady Bente
Die meiste Arbeit konnte aber im Trockenen gemacht werden. Als Bären und Fuchs endlich bereit waren, das Regencape musste erst noch improvisiert werden, hörte der Regen gerade auf. Deshalb ist die Hose beim Fotografieren zwar nass geworden, aber die Tropfen und meisten Pfützen sind nur ein digitales Nass.

@ Alex
Für eine gute Geschichte wird der Wirklichkeit schon mal nachgeholfen ... deshalb ist Frau Fuchs auch nur nass geworden, als sie auf dem Rückweg weggerutscht und in den Teich gepurzelt ist. Wahrscheinlich gäbe es viel weniger Tropfen, wenn sie nicht nachträglich ins Bild gemogelt worden wären. Weil man beim Nacherfinden oft viel zu überschwänglich ist.

wurkseln im blog hat gesagt…

eine tolle Regen-Foto-Geschichte.
Der Mini-Regenschirm ist klasse und die Bilder sind super passend.
LG
wurkseln