Dienstag, 28. Februar 2017

Puschel juchee!


Bevor hier alles endet,
hat es mit der Puschel Party begonnen und ist mit Puschel helau! weitergegangen.
 Natürlich ist er heute gut gekleidet. Wie jeden Tag. Was diese Hutmiez nur hat. Albert ist doch nie verkleidet. Der hellblaue Samtfrack gehört zu ihm wie eine zweite Haut. Victoria trägt ihr Blumenkleid doch auch heute. Aber sie sorgt sich gerade mehr um die dehinschmelzenden Feier-Vorräte als um einen großen Auftritt als Partykönigin.


 Screamer als die unermüdliche Trainerin ihrer Schierlieder-Truppe ist inzwischen wieder bei den Grundlagen angekommen. Die anderen Mäuse mussten die überzähligen Glitzerbälle wegräumen, damit nur noch die Bommels für die Pfoten übrigbleiben. Jetzt nimmt jeder einen Puschel und malt erst einmal langsam eine liegende Acht in der Luft. Nur Patti muss erst noch feststellen, welcher der beiden roten Puschel derjenige ist, der überzählig ist …


Artemis könnte denen im Übungsraum ja den Takt vorgeben. Den passenden Stab hat sie mitgebracht. Dumpling klatscht begeistert mit den grünen Drachenpfoten. Doch leider hat die rote Bärin überhaupt keine Zeit. Sie muss hier kräftig mitfeiern.


 Im Moment ist das Lachen und Geraune der Gäste das lauteste Geräusch im Raum. Danach kommt gleich das Klappern der Schüsseln und das Klimpern der Gläsern. Nebenan ist es still geworden, die ewig gleiche Leier der endlosen Fröhlichmusik macht gerade Pause.


Der Teufel und der Kuhbär überlegen, ob sie noch einmal nachsehen sollen. Aber eigentlich sah es schon beim ersten Mal bei der Schierliederei schrecklich anstrengend aus. Und außerdem sind sie noch mit Zuckergusskringeln und Himbeerbrause noch voll ausgelastet.


Beim Puschel-Formations-Tanz will ein kleiner Drachen im Tühtüh nicht länger warten. Immer will Screamer als Vortänzerin die Solos alleine machen. Dabei kann die kleine Feuerspuckerin auch schon tolle Dinge mit diesem grünen Glitzerball machen …


 Hier, so hält sie den Puschel ganz, gaaaanzz hoch …


 Und dann … dann … "Habe ich vergessen." … psst, kommt die Drehung …


Jaaa! und dann dreht sie sich eben. Da darf nur niemand in der Nähe sein, wenn der Drachenschwanz mit rum kommt.


Durch die Luft segeln ist ja ganz nett. Aber sie kann sich auf dem Boden drehen wie diese Bruchtänzer beim Hipphoppeln. Screamer staunt nicht schlecht. Jetzt ist bald schon wieder alles vorbei und es ist noch so viel Arbeit. Wie war das noch vor ein paar Stunden: "Gebt mir ein HAH … ein ALLOOOH … und jetzt ein langes WIIIEEEN!!!"


Idee: SchneiderHein      Fotos:W.Hein

Alle Mäuse, Katzen, Bären und Drachen sind von Deb Canham.



Puschel Helau!


Hier geht es wie versprochen weiter.
So hat es mit der Puschel Party angefangen.

Die kleine Schierliederin schwebt wieder über allem. Das ist ihr großes Solo und so entgeht ihr, wie hinter ihr das Chaos losbricht …

 Lil' Screamer schlägt als Vortunerin noch schnell einen Salto – da sollen sich ihre Mittänzer um die eigene Achse drehen und schwungvoll ihre Puschel mitziehen. Nun, Bing holt dabei mit beiden Bällen eine andere Maus von den Beinen. Der kleine Drache haut 'nur' seinen dicken Schwanz Miss Tiptoe in den Rücken, als er versonnen seinem grünen Ponpon folgt. Und der dicke Glitzerball von Mardi landet mit voller Wucht im Gesicht der Gras-Maus, die sich da gerade auch noch reindreht.

"Das hast du absichtlich gemacht!" Die Grasmaus hebt drohend einen roten Ponpon. "Gar nicht," verteidigt sich Mardi. "Das ist die Korogaffie!" "Aber nicht in mein Gesicht," schimpft der Getroffene: "Und das kannst du jetzt auch bekommen." Mardi hebt drohend den grünen Riesenball. "Versuch's nur, dann kommt der auch ein zweites Mal." Schon fliegt der erste Puschel. Und dann gleich der zweite.

Das ist immer so bei den Proben. Immer wenn die Jungs beim Herumhüpfen aneinander geraten, fliegen wenig später die bunten Bälle. Dann heißt es "Puschelschlacht!" und diese Koros mit diesen ganzen schwierigen Figuren sind sofort vergessen.

 Patti und Cheers nehmen an diesem ganzen Zirkus ja eigentlich nur teil, weil sie die richtigen Jungs beeindrucken wollen. Aber sie sind sich längst einig, dass diese Bällebubis hier auf jeden Fall nicht dazu gehören.

Endlich kann die kleine Vortänzerin die wilde Meute wieder einfangen. So werden sie nie richtig Formationstanzen. "Also bitte alles noch mal von vorn. Da war doch schon viel Schönes dabei. Und Suzie wirf wieder die Musikkiste an …"

 Im Nachbarraum horchen sie an der Tür. Da halten sie sich lieber raus. Eine Puschelschlacht wäre schon in Ordnung. Aber dieses Schierliedern klingt doch sehr anstrengend.

Aber hier können sie es doch gut aushalten. Sie haben reichliche Vorräte. Auch wenn Teddy die gerade kräftig dezimiert.

Nur die Musik ist etwas gleichförmig. Sie schallt rüber von der Probebühne. Und die spielen immer das gleiche Lied.

 Die schwarze Katze weiß auch nicht, wozu sie zwei Pümpel mitgebracht hat. Vielleicht hätte sie sich damit ja die Antennen für eine Außerirdiche aufsetzen können. Sie hat sich aber im letzten Moment für eine andere schöne Kopfbedeckung als 'literarische Figur' entschieden: Die Katze mit Hut.

 Suzie muss noch mal das gleiche Lied auflegen. Denn das kennen sie wenigstens alle und können es sicher schon im Schlaf.


Dennoch sollen sie jetzt hellwach sein. Screamer strahlt alle an. Wenn sie nur die guten Dinge alle zusammen in einen Durchlauf packen, dann werden sie einfach großartig sein. Da ist sich die fröhliche Maus ganz sicher. Wir schaffen das und lassen keinen zurück.

Das ist doch alles ganz einfach. Die Tanzmaus zeigt es noch mal: Sie nehmen ihren Puschel, und der weiß dann schon, was zu tun ist.
 
 Und so tapsen sie in der Gruppe und schupsen die bunten Glitzerbälle über den Holzboden. Immer angefeuert von einer begeisterten Maus an der Spitze, die immer wieder schöne 'Muufs' entdeckt und dabei gute 'Weibs' fühlt, die ganz 'diep' aus ihren Seelen kommen.

Nur da hilft alle gute Laune nicht … die kleine Tanzlehrerin muss es dem Astronautenbären einfach sagen …

Mit diesem Kostüm wird er nie mittanzen können. EIgentlich kann er so doch nur mit den Armen etwas hin und her schlenkern. Sie nehmen ja alle mit. Doch sie sollten sich schon noch bewegen können.


Es gibt noch einen Endspurt …


Idee: SchneiderHein     Fotos: W.Hein



Montag, 27. Februar 2017

Puschel Party




"…uuuuuuund hopp!"


 "Gebt mir ein HAA!"
(kleine Kunstpause für einen Zwischenschnaufer)
"Jetzt ein ALLOO!"


"Und noch ein WIIIIIEN!"

 "Daaas heißt zusammen …"


 "… Ha…äh…KAR-NE-VAL"


Upps! Gerade noch einmal gut gegangen, Screamer kommt mit diesen ganzen Festen, bei denen sie hüpfen darf, noch etwas durcheinander. Das war jetzt ihre Kür. Nun sind die anderen Schierliedermäuse, der Tanzbär und ein eifriger Drache dran.

 Die Mäuse üben zwar schon seit einigen Wochen, aber eigentlich ist Vieles beim Puschelschwenken noch unklar. Wie groß ist denn nun so ein Glitzerball? So riesig wie der Grüne von Mardi oder so handlich wie bei der Gras-Maus? Oder hat Bing recht, und zwei besser sind besser? Die kleine Vortunerin lächelt diese Schwierigkeiten einfach weg: "Wir fangen an, dann wird sich alles finden … das wird großartig!"

 "Maestro, bitte Musik!" Zum Schierliedern gehören schmissige Melodien mit zackigem Wumms und viel Tarah. Dafür sorgt Suzie an der Phonotruhe. Sie wirft für jede Runde den Plattenspieler wieder an.


"Jetzt die Grundaufstellung!" Screamer wirft sich vorne wieder in Positur und scharrend nehmen die anderen hinter ihr Aufstellung. Wobei diese Tanzfigur wohl 'das große Fragezeichen' heißt.

Patti tuschelt leise mit Cheers. Dazu sind diese großen Bommels wirklich praktisch, wenn maus sie sich vors Mäulchen hält. Das Schierliedern hatten sich die beiden viel lustiger vorgestellt: Tanzen mit Puscheln. Dabei Herumhüpfen und Kreischen. Ein paar Jungs beeindrucken … die richtigen Jungs natürlich. Und Begeisterungsstürme vom Publikum ernten, das dabei den Takt der Musik mitklatscht.

 Das ist auch tückisch mit dieser 'Formation', von der die kleine Vortänzerin immer spricht. Sie möchte nicht nur, dass sie alle etwas gleichzeitig tun. Nein, es soll sogar ziemlich das Gleiche sein und zueinander passen. Also üben jetzt alle das Tänzeln nach links mit vorgeschobenen Puschel. "Und dann reißen wir ihn hoch und drehen uns zu anderen Seite." Und da meint Screamer schon wieder, dass sich alle zur selben Seite drehen müssen. Vielleicht sollten die Mäuse lieber auch umherspringen und Buchstaben rufen. Das ist sicher viel einfacher, als immer alles zusammen machen zu müssen.

"Kannst Du was erkennen?" Neugierig schieben sich der Kuhbär und ein Teufel durch die Tür. "Oh ja, lass uns wieder verschwinden: Das sieht nach Arbeit aus."


Hier geht es heute abend weiter … versprochen …


Idee: SchneiderHein     Fotos: W.Hein





Sonntag, 19. Februar 2017

Was macht der kleine Matrose am Wochenende?



Was macht Jack am Sonntag? Er sitzt mit Alice im 'Il Pinguino', das endlich die Winterpause beendet hat.

Die Mausemädchen sind auch schon da und stecken die Löffel in große Eisbecher. Da sind natürlich auch andere Farben als Erdbeer-Pink erlaubt.

Auch Lil Rosie und Ali Baba hoffen auf die ersten Sonnenstrahlen, die jedes Nordlicht sofort auf die Außenterrasse im nächsten Eiscafé treiben. Doch ein großes Eis mit Frucht, Minze und Schokostreusel zaubert auch schon an trüben Tagen den Sommer in die Becher.

Demnächst sehen wir hier mehr ...


Idee: Schneiderhein      Fotos: W. Hein
Mini-Mäuse: Deb Canham
Eis und Milchshakes: Mellis Minis und DollsHouseSuppliers


Donnerstag, 16. Februar 2017

Das zweite Gesicht



 Heute sitzt die hallische Buntsau sehr bequem.

Das ist der richtige Sessel zum schweren Schreibtisch. Für ernsthafte und gewichtige Dinge sollte schwein auch gewichtige Möbel haben: Um einen Lohnsteuerjahresausgleich zu machen. Oder einen genauen Putzwochenplan. Oder für das Studium der neuesten Reklameaktion. Oder für eine Besenreklamation – wenn beim ersten Wisch schon die Borsten knicken.

Doch erst nimmt sie eine Schaumzucker-Süssigkeit auf dressierter Waffel mit Migrationshintergrund. Oder wie es hieß, als dieses Arbeitszimmer noch jung war: Einen Negerkuss.


Fotos: W.Hein

Um dieses Arbeitszimmer ist Silke im Internet lange herum geschlichen. Es hat deutliche Spuren des Alterns und dafür einen stolzen Preis. Für viele ist das eine Zwangskombination – für uns eher die Frage, ob es das wirklich wert ist.
Doch gerade diese Möbel erinnern Silke an ihre Kindheit. Auf einem alten Foto aus den 60ern saß ihr schwergewichtiger Großvater während einer Familienfeier in einem ähnlichen Sessel mit geschwungenen Armlehnen. Doch das altersschwache Möbel ist nun schon seit einigen Jahren in den Keller verbannt. Ein recht ähnliches kleines Nähtischchen wie in diesem Konvolut hatte ihr Urgroßvater in den 30ern getischlert. Das Tischchen und ein ebenso dunkler Bücherschrank füllen noch immer das Wohnzimmer von Silkes Mutter. Doch der dazugehörige Schreibtisch ist schon lange verschwunden. Entweder durch den Krieg, oder weil er damals nicht in das noch sehr kleine Haus gepasst hätte. Dass diese Möbel jetzt im Kleinformat bei uns frisch angeliefert wurden, zeigt Hellas zweites Gesicht: Wenn die kleine Putzsau offensichtlich ein Faible für das Wohnen in den frühen 60er hat, so gibt es in der Zeit eben auch eine behäbige Gemütlichkeit in dunklem Holz, als deutliches Gegengewicht zum bisweilen sehr stakelig daherkommenden Fortschrittsglauben.

Sonntag, 12. Februar 2017

Think Pink!



Vielleicht sieht sie ja alles durch eine rosarote Brille. Aber alles in Pink würde ihr schon gefallen. Immer wenn Hella in ihrer Küche sitzt, träumt die saubere Sau von einem todschicken Wohnzimmer im schwungvoll-modernen Stil.

Pearl, Millie und Prettypink haben sofort zugesagt, als Hella sich vorab einen Schauraum ansehen konnte, so ein Ort zum Als-Ob-Wohnen. Wobei, wenn sie hier probieren sollen, ob Hella so leben kann, dann machen es die Mausemädchen gleich richtig mit sommerlichen Mixgetränken aus der Hausbar. Und stoßen mit dem Schwein schon mal auf die gehobene 'Atmossfähre' an.

Hella weiß zwar noch nicht, wo sie diese Möbel überhaupt stellen kann. Denn für eine kleine Putzsau ist eine Schweinevilla noch ein Traum. Aber träumen darf die Sau wohl doch. Sie schlürft am Kelchglas mit Kockteel-Kirsche und lässt beschwingt ihre Wünsche fliegen.

Zu ihren Füßen dudelt das Transistorradio und Hella versucht sich in die Liege im Weltraumdesign hineinzufläzen. Pearl hat derweil die herzhaften Mini-Pizzas entdeckt, die auf der Liegenspitze thronen. Wie auf einem Sprungbrett direkt in ihr hungriges Mäulchen.

Dieses Möbel ist vielleicht doch zu futuristisch für das praktische Hausschwein von heute. Die Sitzschale lässt sich super sauber halten – einmal feucht abwischen genügt. Dafür rutscht die arme Sau aber immer etwas haltlos auf der quietsch-glatten Oberfläche hin und her. Und wofür ist dieses Loch in der Sitzfläche? Damit sie dort ihr Ringelschwänzchen durchstecken kann?

Die Sau versucht es noch mal, sich auf dieser neumodischen 'Astroscheeselonge' bequem zu machen und muss sich dabei kräftig mit den Hinterläufen abstützen. Wenn sie so eine Liege ins Wohnzimmer nimmt, ist das nur was fürs Auge. Für den zarten Schweinepo will sie doch ein weiches, klassisch-flaches Polstermöbel.

Bei den eirigen Drehsesseln gibt es aber nichts zu meckern. Die dürften gleich mit … wenn Hella schon wüßte wohin. Das gilt auch für die glänzend-gekurvte Blühpflanzen-Insel aus Resopal. Prettypink nippt noch mal schnell am giftiggrünen Mintschälchen – bevor das Als-Ob-Wohnen dann doch viel zu schnell endet.


Idee: SchneiderHein      Fotos: W.Hein



Hella aus der Bärenhöhle Hannover hat es gern ordentlich, sauber und modern. Ohne zu viele Schnörkel, die man alle wieder abstauben muss. So entdeckt sie bisweilen schon jetzt immer wieder schicke Möbel, wie diese Designer-Eier-Sessel und die Kunststoff-Liege aus Italien – plus dem wildgeschwungenen Blumenständer. Mit diesen Möbeln und ihrer Küche würde das Schwein sofort in einen modernen Spanplattenbau einziehen. Aber wann das soweit sein wird, steht noch in den Sternen. Da hat das Schwein noch viel Zeit, die passende Einrichtung zu finden.



  Ein schweinischer Nachtrag:


Die kleine Sau wälzt sich quitschend auf der Sitzschale. Wenn sie die Haxen anzieht rutscht sie sofort in die Mitte der Plastikwanne.


 Wenig später reckt sie hilflos die Pfoten in die Luft. Auch die kleinen Mäusemädchen finden, dass das Schwein so etwas angestochen aussieht. Aber sie haben inzwischen auch einen kleinen Schwips und kichern die meiste Zeit ziemlich unziemlich.


Hella hat genug, es muss doch auch bequeme Flätzflächen geben. "Aber der passt nun gar nicht." Die kleinen Mauselinen in Pink schütteln gickernd den Kopf, als das Schwein Sessel aus der Nachbarkabine reinwuchtet. "Das flammende Rot beißt sich mit unseren Sesseln. Und das Auge sitzt doch mit."