Sonntag, 14. Dezember 2014

Sir Hopsalot testet alternative Fortbewegungen


Heute: Reiten!

Der rastlose Spring-ins-Feld im wilden Garten testet wieder eines von diesen Dingen, die andere Hausbewohner immer mal hochleben lassen. Von irgendwelchen Glücken, die dem gemeinen Bodenhüpfer auf ewig verschlossen blieben, wird gemunkelt. Die lägen auf dem Rücken von Hufträgern und nicht direkt auf der Straße oder auf irgendwelchen anderen Bodenbelägen.

Schon allein das Entern von dem Spüddeltier ist für den Hasen eine hakelige Angelegenheit, weil das Hibbelross dabei immer so wankt und wackelt. Dafür passiert danach um so weniger. Das sanfte Schaukeln ebbt langsam ab und dann ... nichts. Und das soll jetzt seinem wilden Herumspringen überlegen sein?

Nun, dann muss Sir Hopsalot wohl mal nachhelfen. Er lässt sich nach vorn fallen und das Pferd geht mit – nach unten,

... unvermittelt reisst der Rammler die steife Mähne nach hinten und alles schwingt schon wieder zurück, damit die Mähre endlich in Trab kommt.


Endlich geht es voran: Der Gaul springt mit einem großen Satz nach vorn, weil es das Langohr vor lauter Eifer aus dem Sattel haut. Autsch – so sieht doch kein Glück aus!

Jetzt will es Sir Hopsalot wissen. Entschlossen schwingt er sich wieder in den Sattel. Das geht beim zweiten Anlauf schon viel schneller.

Diesmal hält sich der Hase eisern an den spitzen Rossohren fest. Gleichzeitig drängt er den Gaul zu schnellen Schwüngen. Drückt nach vorn und presst sofort nach hinten.

Schneller und immer schneller klappern die Kufen auf den Betonplatten. Und der Hase bleibt im Sattel.

Doch so sehr sich Sir Hopsalot müht und das Holz-Hottehüh springen lässt: Es bleibt immer auf der selben Stelle, bewegt sich keinen Zentimeter. Ruckelt nur über die Steine, knarzt, quietscht bei jedem Wechsel und klackt dann doch wieder dorthin zurück, wo es vorher schon gewesen war.

Mit zitternden Läufen steigt der Hase vom Wackelschimmel. Es hat sich nun doch etwas bewegt – der Magen im Hasenbauch ist im Takt mit gehüpft. Bis er endlich seinen Schwindel an den ganzen Rammler weitergeben konnte.

Das Rumpumpeln hat nun das ermattete Schlappohr erfasst und das hält sich erst einmal am immer noch schwankenden Ross fest. Doch das macht das Magendrehen – börks – noch viel schlimmer.

Kann ein Hase unglücklicher sein, wenn er jetzt noch nicht einmal hüpfen und springen kann? Also für Sir Hopsalot ist dieses Reiten gestorben. Und der mutige Tester alternativer Fortbewegungen schleicht heute gebeugt von dannen. Hoffentlich kann er morgen wieder eigene weite Sprünge machen ... Örrks mmmpf.


Idee: SchneiderHein   Fotos: W.Hein

Sir Hopsalot ist ein wilder Hüpfer von der ForestBlueFactory. Und das Schaukelpferd stammt aus dem Fundus meiner Mutter. Sie war damals sehr traurig, dass es für ihre Deko viel zu klein war. Sie bekam deshalb von uns später drei größere dunkle Kufenrösser, die auch von der Straße zu sehen waren. Dieses Schaukeltier jedoch hat zum Glück die richtige Größe für Sir Hopsalot. Obwohl der davon inzwischen nichts mehr wissen will.


Kommentare:

kleine-creative-Welt hat gesagt…

Sir Hopsalot.... was ein herrlicher Name für diesen zauberhaften kleinen Hasen - tja Reiten ist gar nicht so einfach - das weiß ich aus Erfahrung - hab mich auch schon mehrmals unten wieder gefunden - aber der kleine Hase sitzt ja schon recht gut im Sattel -
ach ja, zu deinem Kommentar bei mir: es ist wirklich so wie du sagst, der Warenbestand bei Käthe Wohlfahrt hat sich verändert - mir hat nicht wirklich viel gefallen - ich war enttäuscht - drinnen durfte ich übrigens nicht fotografieren - ach ja...

schönen Abend

Ruth

Tante Mali hat gesagt…

Was ein wundervoller Post. Schmunzle immer noch!! Sir Hosalot hat seine Aufgabe extrem gut gemeistert, so ein Pferd - vor allem auf "Schaukeln" kann ganz schön tückisch sein. :)! Aber er hat wirklich das Zeug zum Reiter!!!
Wundervoll - danke für die tolle Unterhaltung
und eine traumhaft schöne Zeit euch allen
Elisabeth

Gartendrossel hat gesagt…

Liebe Silke,
was für eine süße Geschichte von Sir Hopsalot, danke , dass ich Dein süßes Bärenblog heute entdeckt habe ;-))) und freue mich auf weitere spannende Geschichten...

Unsere Hermann Schmidt ist mittlerweile in den nahe stehenden Pflaumenbaum gewachsen und erfreut sich dort auch vieler, kleiner Hagebutten.
Es wäre vl. mal einen Versuch wert, sie zu kosten, hast Du es schon mal probiert?

ich wünsche Dir eine schöne Adventszeit mit viel Gemütlichkeit
liebe Grüße von Traudi

wurkseln im blog hat gesagt…

Haha, köstlich :) Sir Hopsalot hat das Pferdchen aber trotzdem gut zugeritten, auch wenn ihm hinterher schlecht war.
Tolle Bilder zu Deiner Geschichte.
LG Eva

Lebenszeit hat gesagt…

Liebe Silke, Lieber Wolfgang

Was für eine schöne Bildergeschichte mit Sir Hopsalot ! Die Arbeit die dahinter steckt, kann man nur erahnen.
Liebe Silke, den Tip mit der Pfanne werde ich sicher mal ausprobieren.
Danke dir.
Liebe Grüße
Rita

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Das sind die Schaukelpferde? Ich hatte sie mir viel größer vorgestellt oder täuscht das?

Liebe Grüße
Sara

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Dieses neue Verwaltugslayout bei Blogger ist wirklich blöd. Eben habe ich erst zufällig gesehen, dass wir hier einen Kommentar haben, den wir noch freigebnen müssen. Früher hatte ich das für alle Blogs mit einem Klick im Blick. ich hoffen, die überarbeiten bald ihre neue Version. Früher war so einiges bei der Blogverwaltung komfortabler …

Nein, das täuscht nicht, Sir Hopsalot ist mit Ohren ca. 18cm hoch. Und diese Schaukelpferde - davon hatte ich im Keller in OS jetzt noch 3 gefunden, die kommen wohl auf etwa 15cm. Von den kitschig braun-violetten, die noch etwas kleiner sind, gibt es auch 3 Stück, die nun auch in unsere Bären-Schaukelpferd-'Sammlung' übergehen. An der Sammlung ist nämlich meine Schwiegermutter schuld: Da sie ständig von 3 großen Schaukelpferden in den 3 Fenstern zur Straße träumte, haben wir für sie danach gesucht. Und bis wir endlich das passende Pferd 3x für sie bestellen konnten, hatten unsere Bären dann auch schon eine Schaukelpferd-Sammlung. Aber das Thema habe ich mir - wie schon geschrieben, für Januar oder noch etwas später als Deko- oder SchneiderHein-Post vorgenommen

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Das kannst man wohl sagen! Früher sah man alles auf den ersten Blick und nun muß man immer erst unter den Kommentaren nachschauen, ob noch was in der Moderation liegt. ;-) Unverständlich! Das neue ist nicht immer das Bessere. Die haben das ja gerade erst geändert, insofern kann ich mir kaum vorstellen, daß sie da so schnell wieder was dran ändern. ;-)
Zwei ähnliche Schaukelpferde habe auch ich. Wenn ich mal dran denke, werde ich die mal ablichten. Ach so - irgendwie war mir auch, als hättest Du mal von größeren Schaukelpferden geschrieben.

Liebe Grüße und einen schönen Adventabend
Sara